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Marburg Neues Studentenwohnheim eingeweiht
Marburg Neues Studentenwohnheim eingeweiht
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00:19 02.09.2018
Das Studentenwohnheim steht am Hang. Architekt Birger Rohrbach (kleines Bild rechts) übergab den symbolischen Schlüssel an Dr. Uwe Grebe (Studentenwerk Marburg). Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Bis zum Einzugstermin der ersten studentischen Mieter Anfang Oktober dauert es noch ein wenig. Und das ist auch deswegen gut so, weil es am neuen Studentenwohnheim Hasenherne bei der Einweihung noch richtiges Baustellenflair zu bewundern gab. Doch in ­wenigen Wochen sollen auch die Rest-Arbeiten abgeschlossen sein.

In dem markanten Gebäude mit einem zweigeschossigen hellen Sockel und dem darüber liegenden fünfgeschossigen rechteckigen Kubus konnten aber am Freitag schon im vierten Stock die geräumigen Wohnungen besichtigt werden. Besonders eindrucksvoll ist von ganz oben der Ausblick auf das Stadtpanorama mit Schloss. „Ein elegantes Haus, ein Schmuckstück für die Stadt“, lobte Professor Rainer Postlep, neuer Präsident des Deutschen Studentenwerks.

Mit dem Bau des Wohnheims „Hasenherne“ hat das Studentenwerk Marburg 80 neue Wohnplätze für Studierende geschaffen. Am Freitag wurde das Haus nach knapp zweijähriger Bauphase feierlich eingeweiht. Und dies sei auch dringend notwendig, betonte Studentenwerks-Geschäftsführer Dr. Uwe Grebe in seinem Grußwort. „Wohnungssuchende konkurrieren inzwischen bis in die Mittelschicht hinein um günstigen Wohnraum, so ist es in Marburg und so ist es in fast allen deutschen Studentenstädten. Jeder­ neue Wohnheimplatz für Studierende entlastet die Wohnungsmärkte zugunsten einkommensschwächerer Nachfrager“, sagte Grebe.

Das Bauprojekt wurde mithilfe von Fördermitteln aus dem wohnungspolitischen Sonderprogramm des Landes Hessen „Förderung des studentischen Wohnens“ in Höhe von 1 36 Millionen Euro realisiert. Insgesamt beträgt die Investitionssumme rund 5,7 Millionen Euro. Das Grundstück wurde dem Studentenwerk Marburg vom Land Hessen als Erbbaugrundstück zur Verfügung gestellt.

„Studentischer Wohnraum muss bezahlbar bleiben“, sagte­ Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer (CDU). Die Landesregierung unterstütze deshalb die Schaffung günstiger Wohnungen in Hessens Universitätsstädten „Mit seinen verschiedenen Wohnformen wird das Studierendenwohnheim Hasenherne dabei unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht. “
„Ich freue mich sehr, dass das neue Wohnheim auch Studierenden mit Kindern Platz bietet. Damit kommen wir unserer besonderen Verantwortung gegenüber jungen Familien nach“, sagte Wissenschafts-Staatssekretär Patrick Burghardt. Mit 25 Zwei-Zimmer-Wohnungen und 10 Drei-Zimmer-Wohnungen und einer Gesamtwohnfläche von 1 983 Quadratmetern ist das Haus optimal auf die ­Bedürfnisse von Studierenden zugeschnitten, die in Wohngemeinschaften wohnen wollen. Aber auch studentischen Familien mit Kind bietet das neue Wohnheim ein modernes Zuhause mit guter Infrastruktur. Denn Einrichtungen des Studentendorfes wie das Begegnungszentrum können von den Bewohnern mitgenutzt werden.

Insgesamt bietet das Studentenwerk jetzt 2 030 Wohnplätze in Marburg an. Somit ist fast wieder die Zahl von 2 100 Plätzen erreicht, die das Studentenwerk in Marburg vor dem Brand anbieten konnte, der das bisherige Familienwohnheim des Studentenwerks am Richtsberg auf lange Sicht unbewohnbar gemacht hatte (die OP berichtete).

von Manfred Hitzeroth