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18:24 27.08.2017
Kreativ austoben können sich in der KunstWerkStatt Marburg schon die Jüngsten. Am Tag der offenen Tür gab es auch Mitmachangebote. Quelle: Nadja Schwarzwäller
Marburg

Sie haben die Titanic gemalt. Mit Ton gearbeitet. Sich als Architekten versucht. Und „beim abris zugeckugt“. Das steht auf einem der Kinderplakate zu einem Projekt des Sommerferienkurses, dessen Ergebnisse bei der Jahresausstellung am Samstag ebenso zu sehen waren wie Kreatives, das im vergangenen Jahr in den Kursen, Workshops und Schulkooperationen entstanden ist.

„Was hier zu sehen ist, ist nur ein kleiner Ausschnitt, meist nehmen die Kinder ihre schönsten Sachen ja mit nach Hause“, erklärte Maria Pohland.

Wichtig ist den Verantwortlichen der KunstWerkStatt, dass die Kinder frei arbeiten. Egal, ob es um „innere Bilder“ geht, ums Malen, Töpfern oder Filzen - schon die Jüngsten sollen sich darin üben können, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Welchen Stellenwert das hat, betonte auch Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thoma Spies. „Das, was wirklich wichtig ist im Leben, das ist nicht die Politik, das ist nicht die Wissenschaft - das, was uns wirklich bewegt, das ist die Kunst“, so Spies. Er war gemeinsam mit Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach zum Tag der offenen Tür gekommen.

Auch Weinbach gratulierte der KunstWerkStatt zu ihrem neuen Domizil in den ehemaligen Räumen des KFZ in der Schulstraße. Die Standortfrage habe sie ihre gesamte Amtszeit hindurch begleitet, sagte sie. Der erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow, der für den Landkreis Marburg-Biedenkopf gekommen war, erklärte, der Ort sei wunderbar gewählt. Er wünschte dem Verein für die Zukunft dort „viele zweckfreie und kunstsinnige Momente“.

Und daran konnten die kleinen Besucher dann auch gleich arbeiten. Mitmachangebote gehören natürlich dazu, wenn die KunstWerkStatt einen Tag der offenen Tür veranstaltet.

Die meisten Gäste kamen ganz gezielt, einige wurden aber auch bei ihrem Weg durch die Stadt von den buchstäblich offenen Türen angelockt. Das ist auch die Erfahrung der letzten Monate - dass der Zuspruch der Bevölkerung zugenommen hat: „Wir sind ganz anders präsent in der Stadt“, bestätigt Maria Pohland.

Im Januar ist die KunstWerkStatt umgezogen, im März sind dann die ersten Kurse in der Schulstraße angelaufen. In dieser Woche startet das Programm des zweiten Halbjahres 2017 - unter anderem mit neuen Angeboten wie einer interkulturellen offenen Werkstatt und einem „After-Work-Atelier“ für Erwachsene.

von Nadja Schwarzwäller

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