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Marburg Neuer Intendant begrüßt sein Team
Marburg Neuer Intendant begrüßt sein Team
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14:58 27.08.2010
Das komplette Team des Hessischen Landestheaters Marburg vor und auf dem Baugerüst am Haupteingang. Intendant Matthias Faltz (oben, fünfter von links) freut sich auf den Start in der nicht nur für ihn neuen Stadt. Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Seit 19 Jahren hatte es in Marburg keinen Intendantenwechsel gegeben. „Das ist sehr ungewöhnlich für ein deutsches Theater“, erklärt Dr. Christine Tretow, Direktorin für Organisation und Marketing, die auch Stellvertretende Intendantin ist. Bei solch einem Wechsel sei es nicht unüblich, dass ein komplett neues Team mit der neuen Leitung an das Theater kommt.

Ganz so ist es in Marburg nicht. Ekkehard Dennewitz‘ Nachfolger Matthias Faltz hat etliche Mitarbeiter übernommen, auch bei den Schauspielern sind sieben aus dem alten Ensemble dabei geblieben – zwölf neue Darsteller kommen hinzu. Faltz war zuvor für sechs Spielzeiten in Wiesbaden als Intendant tätig, neun der neuen Mitarbeiter haben bereits in der Landeshauptstadt mit ihm gearbeitet.

Oberbürgermeister Egon Vaupel begrüßte in seiner Funktion als „Kämmerer“ die neuen Theaterangestellten in Marburg. Er ist der Meinung, die Kultur sei nicht wie sonst oft gesagt, die Sahnehaube, sondern „die Hefe im Teig“, ohne die nichts funktionieren würde in einer Stadt.

Neben den neuen Gesichtern werden die Marburger Theaterbesucher auch sonst einige Veränderungen vorfinden – angefangen bei der Fassade des Landestheaters. Der Haupteingang wird derzeit mit großen roten Metallplatten versehen, das Endergebnis soll pünktlich zur Spielzeiteröffnung zu sehen sein.

Auch das Foyer wurde renoviert, ebenso die Verwaltungsräume und die Kantine. Insgesamt wurden 320.000 Euro investiert. Für die Bewirtung der Theatergäste sowie der Schauspieler ist nun der Marburger Partyservice von Wolfgang Schmidt zuständig, der auch für das Catering großer Events in der Stadthalle sorgt.

Kulturdezernentin Dr. Kerstin Weinbach, die Faltz als „unser aller Chefin“ bezeichnete, hieß ebenfalls die neuen Ensemblemitglieder und Mitarbeiter willkommen. „Marburg hat für eine Stadt dieser Größe ein sehr großes Kulturangebot“, so Weinbach. „Da fällt es den Menschen nicht immer leicht, zu entscheiden, was sie mit ihrer Freizeit anfangen.“ Das können die neuen Theatermacher nun als Herausforderung verstehen und als Aufforderung, ihr Bestes zu geben. Was sie sicher ohnehin tun werden.

von Tanja Hamer