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Neue Wohlfühl-Komödie aus Frankreich

OP-Sektmatinee Neue Wohlfühl-Komödie aus Frankreich

Wie wollen wir leben, wenn wir alt sind? Die Komödie „Und wenn wir alle zusammenziehen“ weiß darauf eine Antwort, eine französisch leichte. Die OP präsentiert den Film am Sonntag als Sektmatinee.

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Ein Traum in Grün: Geraldine Chaplin (von links), Guy Bedos, Claude Rich, Daniel Brühl, Pierre Richard und Jane Fonda in dem Film „Und wenn wir alle zusammenziehen“.

Quelle: Pandora-Film

Marburg. Wir werden immer älter. Das ist schon mal klar. Die Menschen bleiben auch länger fit. Doch was tun sie mit der gewonnenen Zeit, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Bleiben sie allein und einsam in der eigenen Wohnung, solange es geht? Oder wartet das Altersheim?

Nach dem Überraschungsfilmhit „Ziemlich beste Freunde“ über einen behinderten Mann und dessen Pfleger kommt nun noch eine Wohlfühl-Komödie aus Frankreich in die deutschen Kinos: „Und wenn wir alle zusammenziehen“ heißt der Film von Stéphane Robelin über eine Rentner-Wohngemeinschaft. Den Film kann man auch als französisches Gegenstück zu der englischen Komödie „Best Exotic Marigold Hotel“ verstehen, in dem sich englische Oberschicht-Ruheständler auf den Weg ins exotische Indien machen.

Robelins Franzosen bleiben zu Hause: Lebemann Albert, seine feministische Partnerin Jeanne, der Playboy Claude sowie Annie und Jean beschließen, eine Wohngemeinschaft zu gründen. Die gesundheitlichen Probleme und alltäglichen Hindernisse, mit denen Mittsiebziger zu kämpfen haben, tun der Aufbruchsstimmung keinen Abbruch. Der Soziologiestudent Dirk dokumentiert das Zusammenleben der kauzigen Truppe für seine Doktorarbeit. Das ist in groben Zügen die Handlung.

Der Film ist top besetzt: Geraldine Chaplin, Jane Fonda, Pierre Richard, Claude Rich und Guy Bedos wagen im Film den Sprung in ein neues Leben. Und auch ein Deutscher darf mitmischen: Daniel Brühl, der mit „Good Bye, Lenin!“ zum Star wurde, hat sich inzwischen international durchgesetzt.

Mit viel Witz stellt Regisseur Robelin die Macken seiner WG-Bewohner dar, doch macht er keine Witze auf Kosten der Alten. Man darf lachen in dem Wissen, dass niemand bloßgestellt wird. Diese Balance scheint ein Markenzeichen des neuen französischen Films zu sein.

von Uwe Badouin

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