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Neue Technik für Kinos

Filme kommen digital Neue Technik für Kinos

Die Marburger Kinos bekommen eine neue technische Ausstattung: Eingebaut werden digitale Projektoren der neuesten Generation. Rund 80.000 Euro pro Saal werden veranschlagt, 14 Säle gibt es.

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Enge wird es in den Vorführräumen der Marburger Kinos: Kräftige Männer wuchten die bis zu 260 Kilogramm schweren digitalen Projektoren schmale Treppen hinauf.

Quelle: Cineplex

Marburg. Auf den ersten Blick sehen die neuen Projektoren aus wie Kühlschränke. Nur Profis würden sie sofort mit einem Kino in Verbindung bringen.Und sie sind schwer: Bis zu 260 Kilogramm wiegen die Geräte, die derzeit im Cineplex installiert werden. Kräftige Männer wuchten sie über Treppen in die Vorführräume.

Digital ist die Zukunft des Kinos. Die Zelluloidstreifen haben (fast) ausgedient. Doch in Marburg bleiben die alten 35-Millimeter-Abspielgeräte stehen, betont die Kinounternehmerin Marion Closmann - und zwar in allen Kinos, „um weiterhin ältere Filme zeigen zu können“. In vielen deutschen Kinos, die derzeit ebenfalls auf den neuen digitalen Standard umrüsten, sind die Plattenteller verschwunden. Sie kosten zu viel Platz in den engen Vorführkabinen.

Ob die neuen digitalen Übertragungsgeräte besser sind, darüber mögen Kinopuristen streiten - so wie Musikfans über analoge Schallplatten und digitale CDs gestritten haben. Die Zukunft ist aber nicht aufzuhalten. 3-D-Technik ist ohnehin nur digital möglich. Zudem sind die neuen Projektoren deutlich lichtstärker. „Das Bild wird brillanter“, sagt Marion Closmann.

Kamen die Filme bisher auf rund drei Kilometer langen, rund 20 Kilogramm schweren Filmrollen in die Kinos, werden sie künftig auf verschlüsselten Festplatten angeliefert. Doch die nächste Neuerung steht in den Startlöchern: Film per Satellit. Erfahrung hat das Cineplex damit bereits, etwa bei den Live-Opernübertragungen aus der New Yorker Met.

Und im Herbst dürften Kinobesucher dann ganz große Augen machen: Peter Jacksons Fantasyverfilmung „Der Hobbit“ wird der erste Film sein, der nicht mehr wie bislang üblich mit 24 Bildern pro Sekunde über die Leinwand „flimmert“, sondern mit 48. Das geht dann nur noch digital.

von Uwe Badouin

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