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Natur zum Eintauchen

Ausstellung von Birgit Schäfer-Biver Natur zum Eintauchen

„Das was ich sehe, kann ich nicht malen“, sagt Birgit Schäfer-Biver über sich selbst. Sie nutzt abstrakte Metaphern, um ihre Sicht darzustellen. Ihre Ausstellung ist im „Atelier zwischen den Häusern“ zu sehen.

Marburg. Die beiden Künstlerinnen Ursula Eske und Birgit Schäfer-Biver haben bereits bei zwei Projekten miteinander gearbeitet. Dass Schäfers Werke nun erstmals in ihrem Atelier ausgestellt werden, freute Eske besonders. Die 17 Bilder laden ein, in sie einzutauchen und ihrer Bedeutung auf den Grund zu gehen. „Je länger man die Bilder ansieht, desto mehr entdeckt man“, erklärte Gabriele Clement, Leiterin der VHS Marburg und Schäfers „Grundschwester“, bei der Einführung in das Werk der Marburgerin.

Dieser Begriff ergab sich durch die gemeinsame Arbeit bei der VHS. In einem Gespräch unterhielten sich die beiden Kunstdozentinnen über das Gefühl, wenn man von den Lahnbergen Richtung Kirchhain in das Amöneburger Becken oder in den Ebsdorfergrund fährt. Sie merkten im Gespräch, dass sie die bisher völlig vertraute Landschaft plötzlich mit ganz anderen Augen sahen. Das habe sie zu „Grundschwestern“ gemacht.

Die Natur, das Vorbeiziehen der Landschaft beim Passieren, sieht man deutlich in Birgit Schäfer-Bivers Arbeiten. Gemischt werden die Eindrücke der Natur mit eigenen, grundsätzlichen Fragen. Das zeigt sich auch in ihrer Arbeitsweise. Sie nutzt das stoffliche, ursprüngliche Material Papier und bemalt es mit einer Tempera-Mischtechnik. Temperafarben sind stumpf und ehrlich. Im Gegensatz zu früheren Aquarellen haben sie auch den Vorteil, dass sie deckender sind. Die abstrakten Bilder sind nicht aufgeräumt, Schäfer will keine Kontrolle ausüben. So sind auch die Ränder der Bilder gerne mal etwas ausgefranst. Als Orientierung findet man in den meisten Bildern eine Achse, die das Bild aufteilt.

In meist eckigen Formen versucht sie, ihre Erfahrungen in Abstraktion zu erfassen. Was man darin sehen will ist dem Betrachter überlassen. „Wenn ich male, will ich, dass man sich damit auseinandersetzt“, so die Künstlerin.

Die Ausstellung ist bis 9. November zu sehen; geöffnet Mittwoch 16 bis 18 Uhr und Samstag 12 bis15 Uhr.

von Mareike Bader

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