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Marburg CSL Behring fördert die Grundlagenforschung
Marburg CSL Behring fördert die Grundlagenforschung
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00:18 01.07.2018
Jens Oltrogge von CSL Behring (von links) gratulierte den Preisträgern der Professor Heimburger Awards Jessica Heijdra (von links), Alexandre Theron, Samantha Donkel und Ferdows Atiq. Es fehlt: Preisträgerin Lindsey George. Quelle: Ina Tannert
Marburg

Zum elften Mal verleiht das Pharmaunternehmen die Professor Heimburger Awards an internationale Wissenschaftler und lobt eine wachsende Aufmerksamkeit für das Thema Hämophilie in der Fachwelt.

Die diesjährigen fünf Preisträger sind Jessica Heijdra, Samantha Donkel und Ferdows Atiq aus den Niederlanden sowie Lindsey George aus den USA und Alexandre Theron aus Frankreich. Sie hatten sich im Wettbewerb gegen 47 weitere Projekte aus aller Welt auf ­ihrem Gebiet durchgesetzt. Die Auswahl traf eine internationale Fachjury renommierter Wissenschaftler.

Anlässlich der Preisverleihung fand bei CSL ein Symposium statt, bei dem die Gewinner ihre eingereichten Projekte vorstellten. Darunter finden sich Forschungen über die Behandlung der Von-Willebrand-Krankheit, eine Blutgerinnungsstörung. So wurde unter anderem erforscht, welchen Einfluss mögliche ­
Begleiterkrankungen oder auch Wechselwirkungen auf den Krankheitsverlauf haben. Andere Projekte beschäftigen sich mit der Gentherapie zur Behandlung von Hämophilie A oder der Nutzung von Stammzellen für die zellbasierte Therapie.

CSL profitiert von den Forschungsergebnissen

Für ihre innovative Forschung erhielten die jeweiligen Institute, an denen die Sieger arbeiten, den mit jeweils 20.000 Euro dotierten Preis.
Namensgeber Professor Norbert Heimburger entwickelte­ einst am Standort Marburg neue Therapeutika und eine ­sichere Methode zur Herstellung von Plasmapräparaten. In Anlehnung an dessen „Pionierarbeit“ wird alljährlich der nach ihm benannte Preis verliehen.

Das Unternehmen wolle damit gerade junge Wissenschaftler im Bereich der Erforschung der Gerinnungshemmung fördern – „auch da ist es wichtig, dass die Wissenschaft vorangeht, neue Erfahrungen sammelt und der Nachwuchs gefördert wird“, lobte Jens Oltrogge von CSL Behring.

Von der Förderung neuer Grundlagenforschung auf dem eigenen Gebiet profitiere CSL am Ende selber, etwa dadurch, dass sich durchaus eine künftige Zusammenarbeit entwickeln könnte. Vor allem ginge es „um die Verbesserung der Kenntnisse auf dem Gebiet, unabhängig von Firmeninteressen“, so ­Oltrogge.

Dies gerade im Bereich der Hämophilie, der sogenannten Bluterkrankheit, die seit einem Jahr deutlich mehr Aufmerksamkeit in der Forschung erhalte und sich von einem kleinen zu einem wachsenden Feld in der Medizin entwickelt und „wettbewerbsfähig“ werde.

von Ina Tannert