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Marburg Entrüstung über Zustand des Rasens
Marburg Entrüstung über Zustand des Rasens
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19:01 17.05.2018
Das Hafenfest und das Unwetter von Sonntag haben ihre Spuren an den Lahnwiesen unterhalb der Mensa hinterlassen: tiefe Furchen, in denen sich das Regenwasser sammelt. Quelle: Simone Schwalm
Marburg

„Das sieht dieses­ Jahr nach dem Hafenfest ganz schlimm aus, ein richtiger Schandfleck“, heißt es von einer Marburgerin, die in der Nähe der Lahnwiesen unterhalb der Mensa wohnt. Die Spuren, die Fahrgeschäfte und Fahrzeuge zum Abtransport im Anschluss an das Fest hinterlassen haben, sind unübersehbar: Tiefe Spurrillen, in denen noch das Regenwasser von Sonntag steht, aufgewühlte Erde. Vom frisch gesäten Rasen ist kaum mehr etwas zu sehen.

Auch der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) der Philipps-Universität zeigt sich über den Zustand des zentralen Treffpunkts verärgert. Sarkastisch heißt es auf Facebook: „Cool, danke Marburg. Ich wollte diesen Sommer eh nicht auf den Lahnwiesen chillen. Oder die nächsten fünf Jahre.“

Die Lahnwiesen, sowohl der Bereich gegenüber der Mensa­ als auch im Südviertel, sind im Frühjahr und Sommer einer der beliebten und viel genutzten Freizeit-Bereiche Marburgs, doch Anwohner beklagen regelmäßig das hohe Müllaufkommen, etwa durch liegengelassene Flaschen, Bierkästen, Einweg-Grills oder Plastikverpackungen. Vor der Re-Naturierung des Bereichs unterhalb der Mensa befanden sich dort Parkplätze.

Hochwasser-Schäden waren gerade erst beseitigt worden

Bereits das Hochwasser Anfang des Jahres hatte erhebliche Schäden an der Grasnarbe im Lahnvorland/Uferstraße verursacht. Diese Schäden hat der Dienstleistungsbetrieb der Stadt Marburg (DBM) vor etwa­ drei Wochen beseitigt. Die DBM-Mitarbeiter begradigten die Flächen und säten etwa 40 Kubikmeter Mutterboden ein. Bedingt durch die lang anhaltende kalte Witterung im Frühjahr war eine frühere Bearbeitung nicht möglich, heißt es von der Pressestelle der Stadt. „Deshalb war auch zu Beginn des Hafenfestes noch keine neue Rasennarbe erreicht“, sagt Birgit Heimrich, Mitarbeiterin der Pressestelle.

Das Unwetter am Sonntag tat sein Übriges. Der Boden wurde durch den Regen so stark aufgeweicht, dass durch die Abbauarbeiten der Aussteller zum Ende des Hafenfestes wiederum Schäden an der Fläche entstanden. „Diese Schäden werden im Laufe der Woche durch den Veranstalter des Hafenfestes beseitigt“, sagt Heimrich. Der Stadt sei bewusst, dass Anfang Juli­ als nächstes Großereignis das Stadtfest „3 Tage Marburg“ ansteht. Doch die Stadt geht davon aus, dass sich bis dahin eine neue Rasennarbe auf der Fläche entwickelt haben sollte

von Simone Schwalm