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Musikalisches Feuerwerk

Konzert von Joy of Life Musikalisches Feuerwerk

Der Gospelchor „Joy of Life“ übersetzte Farben in Musik und gestaltete damit ein stimmungsvolles Konzert. Am Ende gab es Standing Ovations in der Pfarrkirche.

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Lea Rehlich, Rosa Groth, Mira Wöllenstein und Ilonka Sposato singen „That’s what friends are for“.Foto: Katharina Schule

Marburg. „Joy of Life“ , der Gospelchor der kurhessischen Kantorei, machte seinem Namen am Sonntag alle Ehre. Denn „Freude am Leben“ strahlten die 60 Sängerinnen und Sänger und ihr Leiter Jean Kleeb allemal aus, als sie ihre Zuhörer in der Lutherischen Pfarrkirche auf eine stimmgewaltige und farbenfrohe Reise durch die Welt- und Gospelmusik entführten. Aus dem fast vollbesetzten Mittelschiff ernteten sie tosenden Applaus. Entsprechend des Konzert-Titels „Colours of Gospel“ war der rote Faden des Programms die Farbe der Musik.

Die musikalische Reise begann mit den Erdfarben. Gospels aus Afrika sorgten für einen energischen Einstieg. Mit dem tongaischen Gospel „Eiki ’alo’ofa e“ aus dem Chorwerk „Missa Pacifica“ des neuseeländischen Komponisten David Hamilton wagten sich die Marburger an exotische Klänge. Zum Blau des Himmels leiteten Stücke von Dave Brubeck und ein irischer Psalm über, den Mira Wöllenstein mit Soli auf der Violine unterstützte. Spirituelle Gospels waren Inbegriff des Himmelblauen. Hier kam mit „I’ve got a feeling“ Bewegung in den Chor. Wie gut es tut, sich die Sorgen von der Seele zu singen, sollten die Zuschauer beim Klassiker „Amazing Grace“ selbst erfahren und waren zum Mitsingen eingeladen.

Weiter ging es mit der Farbe Rot – mit a cappella vorgetragenen Popsongs. Mit „That’s what friends are for“ machten die vier Solistinnen Rosa Groth, Lea Rehlich, Ilonka Sposato und Mira Wöllenstein der Interpretin Dionne Warwick alle Ehre. Und „Wie im Himmel“ war es für Fans des gleichnamigen skandinavischen Films, als Gabriellas Sång, gesungen von Simone Pitz, erklang.

Schließlich tauchte der Chor noch ein mal ab in die dunklen, gedeckten Farben der unerwiderten Liebe und „With or without you“ von U2.

Dass die Nacht nicht immer dunkel ist, sondern auch Raum für Zärtlichkeit und Geborgenheit gibt, zeigte der Chor mit „Sleep“.

Nach einer ausgewogenen Mischung aus Andacht und Temperament holte Jean Kleeb fürdas musikalische Feuerwerk schließlich noch einmal alles aus seinen 60 Sängerinnen und Sängern heraus. Lob- und Dankeslieder wie „He never failed me“ (Solo: Marlene Mahl) und „Praise his holy name“ ernteten tosenden Applaus und Standing Ovations.

Die Begeisterung im Publikum und unter den Sängern hielt bis zur allerletzten Minute an: Der Chor zog zu afrikanischem Gospel aus und hielt durch, bis auch der letzte Zuschauer den Kirchenraum verlassen hatte.

Musikalisch unterstützt wurde der Chor von Sven Demandt (Schlagzeug), Frank Höfliger (Bass) und Björn Struckmeier (Klarinette). Weitere Solisten aus dem Chor waren Gesine Brakhage, Sabine Luster, Manuel Heim, Björn Henkel, Tom Gerritz, Michael Peucker und Johannes Tanzer.

von Katharina Schulz

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