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Musik statt Straße: Orchester hilft Kindern

Collegium musicum Stadtallendorf Musik statt Straße: Orchester hilft Kindern

Das Collegium musicum Stadtallendorf gibt am Sonntag ab 17 Uhr in der Matthäuskirche Ockershausen ein Benefizkonzert zugunsten von bulgarischen Straßenkindern.

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Das ambitionierte Stadtallendorfer Laienorchester Collegium musicum gibt unter der Leitung von Georgi Kalaidjiev (mit Blumenstrauß) ein Benefizkonzert zugunsten von Straßenkindern in Bulgarien.

Quelle: Privatfoto

Marburg. Seit vielen Jahren leitet der virtuose Geiger Georgi Kalaidjiev ehrenamtlich das Stadtallendorfer Laienorchester Collegium musicum. Im Hauptberuf ist er Mitglied des Philharmonischen Orchesters Gießen.

Kalaidjiev kommt aus Sliven, einer Stadt mit rund 90 000 Einwohnern im Herzen Bulgariens. Sliven ist also etwas größer als Marburg, und doch ist vieles anders: Es gibt dort viele Kinder, die nicht einmal das Nötigste zum Leben haben.

Seit etwa 15 Jahren lebt Kalaidjiev in Deutschland, seine Heimat hat er nie vergessen. Er holt Künstler aus Bulgarien nach Deutschland und organisiert Hilfe für die Straßenkinder in Sliven.

Unter dem Motto „Musik statt Straße“ steht am Sonntag das Benefizkonzert seines Orchesters. Der Erlös soll Straßenkindern und Kindern aus den ärmsten Familien seiner Heimatstadt zu Gute kommen. „Kinder brauchen Musik wie die Luft zum Atmen“, meint Kalaidjiev über sein Hilfsprojekt. Er selbst ist heute Konzertmeister, kann sich aber einfühlen in die Situation der Ärmsten der Armen. Sein Studium etwa war nur aufgrund eines Stipendiums möglich. Nach dem Studium in Sofia wurde er Konzertmeister der renommierten „Sofia Solisten“, bevor er nach Deutschland ging. Kalaidjiev blieb der Musik treu und mit Musik will er helfen. Sein Projekt ermöglicht Straßenkindern eine musikalische Erziehung durch Lehrer der Schule „Die jungen Virtuosen“ – und ein Essen bekommen sie auch, denn Kalaidjiev weiß: mit leerem Bauch ist Lernen kaum möglich.

von Uwe Badouin

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