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Marburg Musicalstar begeistert in Amöneburg
Marburg Musicalstar begeistert in Amöneburg
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17:58 05.12.2013
Mit dem Musical „Cats“ gelang Angelika Milster 1983 der Durchbruch. Jetzt tourt sie mit einem Weihnachtsprogramm durch Kirchen. Ganz in Schwarz präsentierte sie sich in Amöneburg.Foto: Wieber
Amöneburg

„Von ganzem Herzen…“ hatte Angelika Milster ihr Programm mit Musicalhighlights und Weihnachtsliedern betitelt. Eine perfekte Liedauswahl, eine abgedunkelte Stiftskirche und nicht zuletzt die atemberaubende Stimme von Angelika Milster machten den Auftritt in dem Gotteshaus zu einem Erlebnis. Ein kleines Podest, ein Notenpult, ein Mikrofon und gedämpftes Licht vor dem Altar, mehr benötigte die ganz in Schwarz gekleidete Sängerin nicht, um ihr Publikum zu fesseln. An der Orgel begleitet wurde sie von Jürgen Grimm.

„Sie werden heute ein anderes Repertoire hören. Nicht etwa das, was sie sonst so von mir gewohnt sind. Ich liebe es ,in Kirchen zu singen”, stimmte die Sängerin das Publikum zu Beginn mit dem gesungenen „Vater Unser“ von Albert Hay Malotte auf das Konzert ein. Ihr Stimmvolumen kam bei dem Song „Jerusalem, the holy City“ eindrucksvoll zur Geltung. In der hervorragenden Akustik der Stiftskirche klangen auch die anderen von ihr ausgewählten Lieder spektakulär.

Angelika Milster hatte klassische und geistliche Gesangsstücke, Musicalsongs, Chansons und Weihnachtslieder in dem fast zweistündigen Konzert geschickt verknüpft. Mit ihrer phänomenalen Stimme füllte sie die Kirche aus. Dabei verlieh sie den Liedern und Arien ihren bekannten, charakteristischen Ausdruck. Mal stimmgewaltig, mal sanft und zerbrechlich präsentierte sich die 1951 in Neustrelitz geborene und in Hamburg aufgewachsene Sängerin, der 1983 mit dem Musicals „Cats“ der Durchbruch gelang. An diesen, ihren größten musikalischen Erfolg erinnerte sie am Ende des Konzerts - diesmal ohne das Katzenkostüm, dafür aber zum 6008. Mal, wie sie ironisch bemerkte.

Pfarrer Marcus Vogler hatte das Publikum zu Beginn auf das Konzert eingestimmt. Er freute sich in seiner Begrüßung über die große Resonanz: „Für einen Pfarrer ist eine so gut gefüllte Kirche ein herrlicher Anblick“.

von Alfons Wieber

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