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Mozart, Beethoven und Fangesänge

Marburg Mozart, Beethoven und Fangesänge

Die beiden Kabarettisten von „Ass-Dur“ können all dies: singen, tanzen, schauspielern und Klavier spielen. In ihrem Programm „Largo maggiore“ zeigten sie am Samstagabend von allem etwas.

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Keine Pause vonnöten: Dominik Walter ist dem Klavier spielenden Benedikt Zeitner  beim Umziehen behilflich. Für das Kabarettisten-Duo „Ass-Dur“ kein wirkliches Problem.

Quelle: Bettina Preussner

Marburg. Das Erfolgsgeheimnis des sympathischen Künstler-Duos liegt in der Mischung der Musikgenres und der klaren Verteilung der Rollen: Hier der perfekte, gebildete, stets um Niveau bemühte Benedikt Zeitner, dort der tumbe, langsame, immer schläfrige Dominik Walter. Die beiden Kabarettisten spielten sich am Samstagabend gegenseitig die Gags zu, die wie flotte Bälle hin und her flogen, und kein Auge blieb trocken. Während Benedikt „streng wissenschaftlich“ über Musiktheorie vor sich hin lispelte, brauchte Dominik nur mit müdem Gesicht einen Kalauer zu nuscheln, schon war das Gelächter groß.

Auch inhaltlich war Dominik eher für die „Niederungen“ der Kunst und des Lebens zuständig. Sein Gegenspieler Benedikt machte sich wichtig mit einem drögen Nonsens-Vortrag über deutsches Liedgut und trällerte dazu in angenehmer Bariton-Tonlage Schubertlieder und Popsongs im Wechsel.

Zusammen waren die beiden unschlagbar. Als Höhepunkt präsentierten sie ein Kinderlied in drei verschiedenen Versionen: als schmalzigen Schlager, als schwergewichtigen Heavy-Metal-Song und als lässigen Hip-Hop. Alles urkomisch dargeboten mit witzigen Tanzeinlagen und ulkigen Kostümen.

In der Zugabe stellten die beiden ihre tolles Können nochmals unter Beweis: Auf Wunsch aus dem Publikum spielten sie vierhändig ein Stück auf dem Piano und wechselten dabei die Kleider.

von Bettina Preussner

Mehr lesen Sie am Montag in der Printausgabe der OP.

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