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Schrille Gralssuche mit König Artus

„Spamalot“ Schrille Gralssuche mit König Artus

In seiner letzten Spielzeit am Hessischen Landestheater greift Intendant Matthias Faltz noch einmal ganz tief in die Trickkiste: Am Samstag hat das Monty-Python-Musical „Spamalot“ Premiere.

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So eine Gralssuche ist anstrengend, besonders mit einem Pfeil im Bauch: Das Foto zeigt eine Szene mit Philipp Lütgenau (links) und Camil Morariu.

Quelle: Jan Bosch

Marburg. Seit Wochen arbeitet das Team um Regisseur Matthias Faltz mit Hochdruck an der wohl technisch aufwändigsten und kompliziertesten Produktion, die das Landestheater unter seiner Intendanz gestemmt hat. „Das wird eine große Kiste“, sagte er schon vor den Theaterferien, als er die Darsteller und das große Kreativ-Team hinter den Kulissen auf das Broadway-Musical „Spamalot“ einstimmte.

„Spamalot“ ist eine Herausforderung für das kleine Landestheater: Acht Darstellerinnen und Darsteller, eine Live-Band mit acht Musikern, die gemeinsam 24 Songs meistern müssen, und sieben Tänzerinnen und Tänzer bringt er für seine Version dieses aberwitzigen Musicals auf die Bühne.

Auch hinter den Kulissen wurde und wird Schwerstarbeit ­geleistet, um die Bühnen- und Kostümentwürfe von Harm Naaijer und Anni Lenk umzusetzen. Die legendäre englische Komiker-Truppe Monty Python hat mit dem Film „Die Ritter der Kokosnuss“, die als Vorlage für das Musical diente, die Artus-Legende und die Suche nach dem heiligen Gral auf die Schippe genommen.

Rund 100 Kostüme zu sehen

Da gibt es Burgen, finstere Wälder, tiefe Seen, hohe Berge, düstere Höhlen, ein mordendes Kaninchen und natürlich die (mehr oder weniger) tapferen Ritter, die mit König Artus auf die gefährliche Gralssuche gehen: Sir Lancelot, Sir Galahad, Sir Robin und Sir Bedivere. Stets an ihrer Seite: Knappe Patsy mit seinen Kokosnuss-Schalen. Welche Bedeutung die haben, wird sich dem Publikum sehr schnell erschließen.

Für alle diese Figuren und Tänzer braucht es Kostüme, viele Kostüme. Rund 100 Kostüme sind nach Auskunft des Theaters auf der Bühne zu sehen, die Hälfte davon wurde im Theater angefertigt. Kurzum: „Spamalot“ ist eine Herausforderung. Seit sieben Wochen wird geprobt, seit über einer Woche auf der großen Bühne des Erwin-Piscator-Hauses: Licht, Ton, Abläufe, die Wege auf der Bühne, der Einsatz der Kulissen – alles muss am Samstag bei der Premiere sitzen.

Musical basiert auf Film aus dem Jahr 1975

Faltz hat mehrfach deutlich gemacht, dass er seine letzte Spielzeit in Marburg nicht langsam ausklingen lassen, „sondern noch einmal richtig Gas geben und Sachen machen will, die uns fordern werden“. Eigentlich „müssten alle Abteilungen des Hauses für diese Produktion dreimal so groß sein“, hatte der Intendant bei der Vorstellung von „Spamalot“ erklärt. Aber nach den Erfahrungen mit großen Stücken und Musicals wie den „Blues Brothers“, „Romeo und Julia“, „Cinderella“ oder der „Dreigroschenoper“ ist er zuversichtlich, dass das Landestheater „Spamalot“ stemmen kann.

Basis des mehrfach preisgekrönten Musicals von Eric Idle und John Du Prez ist die schrille Komödie „Die Ritter der Kokosnuss“ aus dem Jahr 1975, in dem die englischen Komiker sich ziemlich respektlos lustig machen über eine der großen englischen Legenden um König Artus, sein legendären Schloss Camelot und seine Tafelritter. Am New Yorker Broadway wurde das Musical vier Jahre ohne Unterbrechung gespielt. Von dort aus eroberte das Musical Europa: London (2007) und 2009 Köln, wo es im Musical-Dome zu sehen war. In der Regel wagen sich nur große Theater an dieses Stück. Nach Zürich, München, Hamburg, Salzburg, Karlsruhe, Mainz, Frankfurt nun also auch Marburg.

Was erwartet die Zuschauer?­ Eine ziemlich schräge Artus-­Version mit ganz viel englischem Humor. „Makaber, skurril, grenzüberschreitend, politisch unkorrekt“, mit diesen Worten beschrieb Faltz den Witz von Monty Python.

OP-Gewinnspiel

Für die Premiere von „Spamalot“ hat die OP in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Landestheater zehn Mal zwei Freikarten verlost. Zu unserem Gewinnspiel sind mehr als 200 Zuschriften eingegangen. Je zwei Karten haben gewonnen: Silke Jasky aus Stadtallendorf, Ulrich Schindler aus Kirchhain, Hilmar Rausch aus Ebsdorfergrund, Petra Ollhoff aus Fronhausen, Britta Hillberg aus Wetter, Evelyn Mahla aus Marburg, Inge Koch aus Marburg, Thomas Gaudeck aus Marburg, Robert Frisch aus Marburg und Manfred Liske aus Schönstadt. Herzlichen Glückwunsch und viel Vergnügen. Die Karten liegen am Samstag an der Abendkasse bereit.

  • Die Premiere von „Spamalot“ am Samstag um 19.30 Uhr im Erwin-Piscator-Haus ist ausverkauft. Eventuell gibt es noch Restkarten an der Abendkasse. Weitere Aufführungen sind am 5., 14., 26. und 27. Oktober sowie am 17. November. Karten gibt es an der Theaterkasse im Erwin-Piscator-Haus. In den OP-Geschäftsstellen im Schlossberg-Center und Franz-Tuczek-Weg 1 erhalten OP-Abonnenten im Rahmen der AboPlus-Aktion Rabatt.

von Uwe Badouin

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