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Montagsmaler im Kunstverein

Mal-Aktion Montagsmaler im Kunstverein

Wer schon immer einen Ubbelohde zu Hause hängen haben wollte, der konnte sich am Montagabend selbst einen malen – unter der fachkundigen Anleitung von Dr. Carola Schneider vom Kunstverein.

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Inspiration durch Kunst: Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Aktion „Zeichnen und Malen zu ­Otto Ubbelohde.

Quelle: Bettina Preussner

Marburg. Eigentlich ist der Marburger Kunstverein montags geschlossen. Aber an diesem Montag war alles anders: Gegen Abend wurde das Licht angemacht, ein Wagen mit Malutensilien herbeigerollt, die Tür aufgeschlossen. Der Kunstverein lud ein zum Zeichnen und Malen zu Motiven von Otto Ubbelohde.

Gerade ist Halbzeit für die laufende Ausstellung „Nah und fern. Der Landschaftsmaler und Graphiker Otto Ubbelohde“, eine gute Gelegenheit, sich intensiver mit dem Marburger ­Maler auseinanderzusetzen. „Ich finde es sehr spannend, wenn man sich die Bilder genauer anschaut, sich hinein versenkt, indem man sie abmalt“, erklärte Dr. Carola Schneider, die neue Geschäftsführerin des Kunstvereins. Sie hatte die Idee zu dem neuen Mal- und Zeichenangebot.

Ubbelohde selbst habe auch Schüler in seinem Haus in Goßfelden gehabt, erzählte sie weiter. Dort habe man viel draußen in der Natur gemalt. „Es geht heute nicht darum, die Bilder Ubbelohdes nur abzumalen. Man kann auch etwas ganz Eigenes schaffen“, so Dr. Schneider weiter. Die selbst gestalteten Werke konnten die Teilnehmer am Schluss mit nach Hause nehmen.

Gouache auftupfen

Am Montagabend stand ein Tisch mit allen möglichen Materialien bereit. Es gab Kohle- und Bleistifte, Pastell- und Ölkreiden, Gouache-, Öl- und Aquarellfarben, dazu verschiedene­ Arten von Papier. Nach und nach sammelte sich ein kleines Grüppchen Kunstinteressierter um Carola Schneider, die zunächst einen Rundgang durch die Ausstellung anbot.

Dabei wies sie auf die Besonderheiten der Zeichnungen und Gemälde Ubbelohdes hin und gab Tipps für eigene Bilder. „Die Spiegelungen hier könnte man mit der Abklatschtechnik in Aquarell malen“, erläuterte sie. „Hier sind die Maler gefragt. Man könnte Gouache auftupfen und direkt auf dem Untergrund mischen.“

Dann ging es los mit dem praktischen Malen und Zeichnen. Die neun Teilnehmerinnen und Teilnehmer schnappten sich die Klappstühlchen und setzten sich einzeln oder in kleinen Gruppen vor ihr Lieblingsbild. Auf dem Schoß lag eine Malpappe, daneben auf einem ­Hocker Pinsel, Stift und Farbe.

Mitmachen ohne Anmeldung

„Das Angebot ist phantastisch!“ schwärmte Teilnehmerin Dr. Alexa Stork. „Ich finde es toll hier. Sonst hat man nie die ­Gelegenheit zu so etwas“, sagte­ Vanessa La Rosa. „Man bekommt hier viele Anregungen. Ich male auch zu Hause. “
Carola Schneider will das Malen und Zeichnen immer mal wieder anbieten, wenn es zu den ausgestellten Künstlern passt.

Alle können ohne Anmeldung mitmachen. Die Geschäftsführerin wies darauf hin, dass der Wagen mit den Malmaterialien aber auch während der normalen Öffnungszeiten des Kunstvereins bereitsteht.

von Bettina Preussner

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