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Monstermäßiger Gruselspaß

Neue Filme in Marburg Monstermäßiger Gruselspaß

Ein Hotel voller Gruselwesen und Monster muss ein grauenvoller Ort sein. Nicht so das „Hotel Transsilvanien“. Die OP stellt die neuen Filme in Marburg vor

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Vermittler zwischen Kunst und Menschen

Gruselspaß im Monsterhotel: Graf Dracula (links) zeigt Jonathan Steinn die merkwürdigen Mitbewohner in der noblen Unterkunft. Foto: Sony

Quelle: Sony

Marburg. Wovor haben Graf Dracula, Werwölfe, Frankensteins Monster und andere Kreaturen der Nacht wohl am meisten Angst? Vor dem Menschen, natürlich. Deshalb checken die Monster dieser Welt so gern ins „Hotel Transsilvanien“ ein, denn das ist garantiert menschenfrei - und zwar seit 1898. Dafür trägt der Fürst der Finsternis selbst Sorge, schon allein um seine Tochter Marvis zu beschützen. Doch ausgerechnet zu deren 118. Geburtstag - dem großen Fest ihrer Volljährigkeit - geschieht das Unfassbare: Ein Mensch verirrt sich in das Hotel mitten in der transsilvanischen Einöde.

Und so beginnt ein Monsterspaß mit ein klein wenig Grusel, aber vor allem mit tollen Ideen, gelungenen Gags und schönen Animationen: Mürrische Schrumpfköpfe dienen als Zimmertürenhänger, Quasimodo geht als Küchenchef auf Menschenjagd und der Unsichtbare treibt seine Späße mit den anderen Hotelgästen. Der Animationsfilm „Hotel Transsilvanien“ vereint die bekanntesten Monster und Gruselwesen der Film- und Literaturgeschichte in einer furiosen, einzigartigen und lustigen Geschichte.

„Hotel Transsilvanien“ ist zwar zuallererst ein rasantes Animationsabenteuer mit viel Humor, aber auch eine Geschichte über eine Vater-Tochter-Beziehung, über Elternliebe und Beschützerinstinkt sowie Vorurteile. Denn die Monster, die Regisseur Genndy Tartakovsky zeigt, haben allzu menschliche Probleme: Die wuseligen Werwolf-Kids tanzen ihren ansonsten furchterregenden Eltern auf der Nase herum, die Mumie ist ein übergewichtiger Tollpatsch. Diese Monster sind wenig monströs, ebenso wie die von ihnen gefürchteten Menschen.

Der Film läuft im Cineplex

„Robot & Frank“: Einsamkeit im Alter ist bitter. Die Kinder sind aus dem Haus, der Partner ist längst tot und die Freunde sind auch rar geworden. Wer schwelgt mit einem in Erinnerungen? Und wer ist zur Hand, wenn das Leben einsam und trostlos erscheint? Die Antwort der Technik: ein Roboter. Der US-Regisseur Jake Schreier stellt in seinem bewegenden und unterhaltsamen Kinodebüt „Robot & Frank“ dem betagten Frank einen Maschinenmann zur Seite, der sich als perfekter Haushälter erweist. Er kocht, putzt und räumt auf. Und er hilft Frank bei einem besonderen Hobby: Einbrechen. Bald entwickelt der früher so berühmte Juwelendieb eine tiefe Zuneigung zu dem Roboter, die allerdings ihre Tücken hat.

Frank Langella („Frost/Nixon“) spielt eindrucksvoll den alten Mann, der allmählich dement wird. Misstrauisch beäugt er die weiße Maschine, die sich fortan um ihn kümmern soll und behutsam mit ihm spricht.

Schreiers Film ist berührend, aber auch sehr komisch, etwa wenn Frank mit dem Roboter den Plan für den großen Einbruch austüftelt. Langella verleiht dem Werk eine wunderbare Tiefe. Sein Frank ist mal zerbrechlich und rührend in seiner Einsamkeit und Hilflosigkeit, mal vergnügt, gewitzt und voller Ideen.

Der Film läuft im Capitol-Center.

„Die Hochzeit unserer dicksten Freundin“: 600 Zuschauer sahen die schrille Mädels-Komödie vor zwei Wochen in der OP-Sneak-Preview und waren geteilter Meinung - die männlichen Besucher eher zurückhalten, die weiblichen eher ausgelassen: „Hab schon lange nicht mehr so gelacht“, schrieb Lis Geßner auf ihre Wertungskarte. Der Film ist das weibliche Gegenstück zu „Hangover“: Als sich die vier Highschool-Freundinnen zum ersten gemeinsamen Junggesellinnen-Abschied ausgerechnet ihrer dicksten Mitstreiterin Becky (Rebel Wilson) treffen, geht zwischen Koks, Champagner und Sex nicht nur alles schief und das XXL-Brautkleid entzwei. Kirsten Dunst gibt entschlossen den Prototyp eines amerikanischen Biests. (dpa)

Je zwei Kinokarten haben gewonnen: Markus BalmerMarkus Netz, Simone Rolff, Diana Schumertl (alle Marburg) und Martin Andreas aus Dautphetal. Die Karten werden zugeschickt.

Der Film läuft im Cineplex.

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