Volltextsuche über das Angebot:

31 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Mit Melodie und Fantasie

Lesung Mit Melodie und Fantasie

Der Kinderbuchautor Peter Schwindt sorgte mit seiner Lesung für Begeisterung unter den jungen Schülern des Philippinums.

Voriger Artikel
Tränenreiche Momente in Ost und West
Nächster Artikel
Ein Ex-Sicherungsverwahrter in Wohnung tot aufgefunden

Autor Peter Schwindts Lesung stieß bei den Schülern des Philippinums auf großes Interesse.

Quelle: Maximilian Schwartz

Marburg. Aufgeregtes Schnattern hallt durch den Vortragsraum des Philippinums. Zahlreiche Sechstklässler haben sich dort eingefunden und wissen noch nicht so recht, was sie erwartet. Als der Schriftsteller Peter Schwindt nach einleitenden Worten des Schulleiters Wolf-Dieter Stein das Wort ergreift, fragt er die Kinder zunächst, ob sie sich mit dem Mittelalter und dem Heiligen Gral auskennen.

Kollektive Zustimmung und Kopfnicken erhält er als Antwort. Genau in dieser Zeit spiele nämlich der Roman, aus dem Schwindt gleich vorlesen wird. Bevor der Autor mit der Lesung beginnt, erklärt er noch, dass der Held seiner Geschichte, Gwydion, ein Bauernjunge, den großen Traum hat, Ritter zu werden. „Und wie es dazu kommt, lese ich euch jetzt mal vor“, verkündet Schwindt verheißungsvoll.

Während der Schriftsteller von den Abenteuern seines Helden Gwydion erzählt, hören die Schüler gespannt und interessiert zu. Bereits in der kleinen Pause, die nach der halbstündigen Lesung eingeschoben wird, stürmen die Kinder auf den Autor zu, weil sie eines unbedingt in Erfahrung bringen müssen: „Haben Sie das alles selbst geschrieben?“

Anschließend bietet Peter Schwindt eine Fragerunde an, an der sich die Kinder enthusiastisch beteiligen. Sie fragen dem Schriftsteller regelrecht Löcher in den Bauch und wollen unter anderem wissen, wie lange man für das Schreiben eines Buches braucht und wie viel man damit überhaupt verdient.

Das größte Interesse gilt aber der Fantasie und Kreativität des Autors. „Wie denkt man sich denn eine so lange Geschichte aus?“, möchte ein Junge wissen. Schwindt erklärt daraufhin geduldig, worauf es beim Arbeiten ankommt: „Beim Schreiben einer Geschichte muss man den richtigen Rhythmus, die richtige Melodie finden. Schreiben ist nämlich Übungssache, wie ein Muskel, den man trainiert.“

Schließlich bedankt sich die Lehrerin Andrea Graff, die den Kinderbuchautor in Zusammenarbeit mit dem Projekt „Leseland Hessen“ ins Philippinum eingeladen hat, im Namen der Schule und der Schüler. Felix von Aschwege (11) und Julian Ackermann (11) kannten Peter Schwindt vor der Lesung zwar noch nicht, erklären aber mit leuchtenden Augen: „Das hat uns richtig gut gefallen, das war echt spannend!“ „Nur für Mädchen ist das Thema nicht so toll“, findet die elfjährige Fabienne Brand.

„So eine aktive Teilnahme an der Fragerunde gab es selten“, freut sich Schwindt.

von Maximilian Schwartz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg