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Anschlag auf die Ohren

Melodic-Metal-Hardcore im KFZ Anschlag auf die Ohren

Beim „Summer Assault 2017“ der Reihe „Still Screaming“ im KFZ gab es derben Melodic-Metal-Hardcore gleich im Dreierpack. Ob die erlaubte ­Dezibelgrenze im Außenbereich eingehalten ­wurde, ist fraglich.

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Harte Jungs suchen Nähe: Frontmann Scott Vogel von der kalifornischen Band Terror ging in Kontakt zu den Fans.

Quelle: Jan Bosch

Marburg. Beim der ersten Band Break These Crowns waren die Aktivitäten im „Moshpit“ vor der Bühne noch etwas zurückhaltend. Der große Saal füllte sich jedoch zunehmend, da die Jungs aus Hessen mit geballter Bühnenpower zeigten, dass amtlicher Hardcore nicht immer von der amerikanischen Ostküste kommen muss.

Wisdom In Chains gelten zu Recht als die unumstrittenen Könige des Pennsylvania Hardcore. Auf mittlerweile sechs Studioalben werden keinerlei Klischees abgearbeitet. Spielerisch überschreitet die Band dabei gerne auch mal die Genre-Grenzen, ohne ihren unverkennbaren Melodic-Core mit hitverdächtigen Oi!-Mitgrölparts aufzugeben. Ab der ersten Sekunde fliegen im mittlerweile vollen Saal des KFZ die Fetzen, tätowierte Leiber schmeißen sich mit Freude von der Bühne und werden von der Menge auf Händen getragen. Dazu springt anfeuernd Sänger Mad Joe Black quer über die Bühne und schreit nass geschwitzt ins Mikro.

Wenig verstanden, viel gefeiert

Ihr Album „Always The Hard Way“ ist nicht nur eine großartige Scheibe, der Titel sagt eigentlich schon alles, was die Jungs aus Los Angeles musikalisch ausmacht. Im Laufe ­
ihrer Entwicklung haben Terror mit jedem Album die Metal-Schlagzahl höher gedreht und großartige Hymnen geschrieben. Die Jungs aus Kalifornien bleiben dabei immer sich und ­ihrem Sound treu.

Front-Shouter und Charakterbolzen Scott Vogel treibt mit Vollgas das Publikum durch den Moshpit. Mit harten Riffs und rasender Doublebase gehören Terror zu einer der besten Live-Bands des modernen Hard­core. Das lassen sie die Fans auch spüren. Todd Jones holt alles aus seiner Gitarre heraus, Hauptsache es ist schnell und melodisch und unterstützt dabei ­Vogel kräftig beim Refrain.

Auch wenn man das meiste­ Gegröle nicht wirklich versteht, die Fans feiern ausgelassen ­einen megafetten Hard­core-
Abend mit drei großartigen Bands und vielen blauen Flecken. In Kurzfassung: schnell, hart und laut.

von Jan Bosch

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