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Marburg Marburger Pianist spielt „Ragtime Beauties“
Marburg Marburger Pianist spielt „Ragtime Beauties“
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18:08 19.03.2015
Der Pianist Marcus Schwarz spielt demnächst in Goßfelden. Quelle: Privatfoto
Marburg

Um 1900 entstand in Amerika eine Musik, die bis in die frühen 1920 Jahre sehr populär war und als Vorläufer des Jazz gilt: der Ragtime. Der Marburger Pianist Marcus Schwarz hat „Ragtime Beauties“ eingespielt, Perlen des Genres aus der Zeit von 1901 bis 1921.

Aufgenommen hat er die 17 Stücke von heute weitgehend vergessenen Komponisten wie Charles Huter (1876 – 1906), Joseph F. Lamb (1887 – 1960), May Aufderheide (1888 – 1972) oder Scott Joplin (1868 – 1917) im „pianocentrum francke“ in Michelbach.

Von Joplin, dem wohl populärsten Ragtime-Komponisten,  sind allein fünf Kompositionen vertreten. Filmfans, die den Filmklassiker „Der Clou“ gesehen haben, erkennen ihn sofort.Die CD atmet die Musik einer vergangenen Epoche, einer Zeit des Aufbruchs. Es war im wahrsten Sinne die erste populäre Musik Nordamerikas, die von weißen und schwarzen, männlichen und weiblichen Musikern gespielt wurde, wie Schwarz in dem informativen Booklet deutlich macht, das er seiner CD beigelegt hat.

Marcus Schwarz wurde in Dinkelsbühl in Franken geboren. Er studierte Musiktheorie am Dr. Hoch’schen Konservatorium in Frankfurt und von 1990 bis 1996 Klavier an der Musikakademie der Stadt Kassel. Es folgten verschiedene Meisterkurse. In Marburg lebt er seit 2007. Neben seiner Tätigkeit an der Baunataler Musikschule gibt er auch in Marburg Klavierunterricht und ist Mitglied im Marburger Tonkünstlerverband. Daneben spielt er in verschiedenen Ensembles.

Im April tritt er mit seiner Klavierpartnerin Barbara Schmidt in Goßfelden auf.

von Uwe Badouin