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Marburg Opposition sagt Nein zu neuem Spitzenposten
Marburg Opposition sagt Nein zu neuem Spitzenposten
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00:17 26.09.2018
Marburgs Stadtregierung und die Opposition streiten sich über die Einrichtung einer weiteren Magistratsstelle. Quelle: Thorsten Richter / Archiv
Marburg

„Es geht darum, alle beteiligten Regierungsparteien zu befriedigen und langfristige Bündnisse zu schmieden“, sagt Hans-Werner Seitz, Grünen-Stadtverordneter. Mangelnde personelle Kapazitäten, um die Aufgaben im Magistrat erfüllen zu können,
 seien „noch nie benannt worden“. Und da mit Kirsten Dinnebier (SPD) als Stadtrats-Nachfolgerin der zeitlich reduziert arbeitenden Kerstin Weinbach an der Stadtspitze mehr Arbeitskraft vorhanden sei, „überzeugt das nicht“.

FDP-Chef Christoph Ditschler hält das „Beharren auf einem neuen Posten“ für „teuren Unfug“, der alleine wegen der Geldspar-Ankündigungen „nicht vermittelbar“ sei und eher auf „abgebrühte Selbstbedienungsmentalität“ hindeute. Eine halbe Stelle sei laut Landesrecht „sowieso unzulässig“.

Linken-Fraktionschefin Renate Bastian befürwortet eine vierte Stelle zwar prinzipiell („allein die kommunalpolitischen Erfordernisse könnten eine solche zusätzliche Stelle rechtfertigen“), jedoch komme eine Ausweitung nur infrage, wenn „sachliche Notwendigkeiten transparent“ gemacht und vorher alle vergangenen Kürzungen bei freien Trägern und sozialen Einrichtungen zurückgenommen würden. Aber offenbar hätten die Rekordsteuereinnahmen nur „Appetit angeregt“.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie hier.

von Björn Wisker