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Kinder im Bann der Bücher

Marburger Lesefest Kinder im Bann der Bücher

Mit Büchertischen zum Stöbern, Bastelaktionen, einer Trommelecke und natürlich mit Lesungen von verschiedenen Autoren wurde im KFZ das ­„Lesefest-Fest“ gefeiert.

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Aufmerksam verfolgen Kinder und ihre Eltern die Lesungen im KFZ.

Quelle: Mareike Bader

Marburg. Gebannt saßen die Kinder am Sonntag auf dem großen Teppich vor der Bühne und hörten Vitali Konstantinov zu. Der in Marburg lebende Graphic-Novel-Autor stellte beim „Lesefest-Fest“ sein Kinderbuch „Sechs Langbärte“ vor und freute sich über die konzentrierten Gesichter der jungen Zuhörer.

Eher zögernd reagierte er auf den Wunsch von Antje Tietze von der Kinderbuchhandlung Lesezeichen, zu berichten, wie er denn zeichne. Doch die Kinder wollten es auch wissen. „Das mache ich mit Buntstiften, wie man sie kennt, seit man zwei Jahre alt ist“, scherzte der aus der Ukraine stammende Autor und Illustrator.

Konstantinov gehört zu den fünf Autoren, die dieses Jahr beim Marburger Lesefest ihre Bücher in Kindergärten und Schulen sowie bei öffentlichen Veranstaltungen vorstellen ( die OP berichtete). Zum „Lesefest-Fest“, das von den Buchhandlungen Lehmanns/Elwert, Lesezeichen, Inge Jakobi und der Buchhandlung am Markt organisiert wurde, waren außerdem auch Karin Gruß, Katharina Grossmann-Hensel und ­Juma Kliebenstein anwesend

Fest steht unter dem Motto Familie

Mit insgesamt 30 Veranstaltungen will das Lesefest Lust auf Lesen machen. Anke Müller vom Veranstaltungsbüro „double Ü“ zeigte sich mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden. Bei den Lesungen mit Kirsten Fuchs hätten die Schüler großes Interesse gezeigt. Dabei ging es nicht nur um ihre Bücher wie „Mädchenmeute“, sondern auch um Kirsten Fuchs als Autorin. Die Kinder würden viel direkter und persönlicher fragen als es bei normalen Lesungen der Fall sei, berichtete Müller.

Hinzu kam beim „Lesefest-Fest“ der Marburger Hannes Kleinhenz, der sein 2014 erschienenes Kinderbuch „Unter dem Regenbogen“ mit einer Trommelaktion zusammen mit seinem 11-jährigen Enkel David und Arno Funke, dem 89-jährigen Mitglied der Swinging Wodka Lemon Gang, vorstellte. Für die Lesung hatte das Musikhaus am Biegen Schlaginstrumente bereitgestellt, die die Kinder ausprobieren konnten. Dazu gab es einen Tisch mit Büchern rund um die Musik von der Buchhandlung Inge Jakobi.

Ansonsten stand das Lesefest-Fest passend zu den Büchern von Katharina Grossmann-Hensel, wie „Meine Mama ist ein Superheld“, eher unter dem Motto „Familie“. Und neben den spannenden Lesungen im vollen Club-Raum des KFZ wurde in der obligatorischen Leseecke geschmökert. „Eine bessere Leseförderung kann man nicht machen“, ­gratulierte Kulturdezernentin Dr. Kerstin Weinbach dem Lesefest zur im Herbst gewonnenen Auszeichnung vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

  • Das Marburger Lesefest endet diesen Mittwoch um 15.30 Uhr in der Stadtbücherei mit einer interaktiven Lesung von Katharina Grossmann-Hensel für Kinder ab fünf Jahren zum Thema ­„Eltern richtig erziehen“.

von Mareike Bader

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