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Marburger Fotografen zeigen „Grimmiges“

Blaue Linse im Marburger Rathaus Marburger Fotografen zeigen „Grimmiges“

Einmal jährlich präsentieren sich die Fotografen der Blauen Linse mit einer Gemeinschaftsausstellung. In diesem Jahr lautet das Motto, passend zum Grimm-Jubiläumsjahr: „Grimm-ig“.

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Besucher der Ausstellung „Grimm-ig“ betrachten die Bilder von sieben heimischen Fotografen.Foto: Nadja Schwarzwäller

Marburg. Märchenmotive ganz poetisch, Märchenthemen eher modern oder aber „Grimmiges“ ganz ohne Märchenbezug - die Ausstellung der Blauen Linse behandelt das Thema auf verschiedenste Arten. Da gibt es zum Beispiel einen Hund im Schnee oder ein Loch in der Socke, es gibt Rapunzel, aber auch die „X-Zwerge“.

„Lassen Sie sich von den Sichtweisen der Künstlerinnen und Künstler überraschen“, lautete die Einladung von Stadträtin Ursula Schulze-Stampe bei der Vernissage am Mittwochabend.

Der Leiter des Marburger Museums für Kunst- und Kulturgeschichte Dr. Christoph Otterbeck, stellte in seiner Einführung ebenfalls die „völlig verschiedenen ästhetischen Herangehensweisen“ heraus. Dass man sich ein gemeinsames Thema stellt, an das sich alle zu halten haben, jeder aber seine ganz individuelle Interpretation umsetzen kann, mache die Ausstellungen „würzig“, so Otterbeck.

Den „Zusammenschluss für gestaltende Fotografie“, als den sich die Blaue Linse sieht, gibt es seit 1994. Seitdem hat es bereits über 40 verschiedene Ausstellungen und Aktionen der Beteiligten gegeben. Unter dem Motto „Grimm-ig“ stellen nun sieben Fotografinnen und Fotografen aus. Und während einige sehr nah bei den Brüdern Grimm und ihren Märchen geblieben sind, betrachten andere den Begriff im Wortsinne.

„Was macht mich grimmig?“ ist zum Beispiel die Frage, die sich Cornelius Schulz gestellt hat. Fotografische Antworten sind unter anderem das Loch in der Socke oder auch der verbrannte Toast am Morgen. Hans Lindt wiederum präsentiert Fotografien von Holzskulpturen des Künstlers Tilman Garber, Reinhard Keller hat Redensarten als Stillleben umgesetzt und Erhart Dettmering verbindet Motto und Motiv jeweils mit einem Vers. Andrea Freisberg, Heike Heuser, Thomas Kämpchen und Gudrun Niessner sind ebenfalls mit von der Partie und zeigen ihre Interpretationen des Themas.

Die Ausstellung „Grimm-ig“ ist bis zum 28. September im Rathaus der Stadt Marburg zu sehen. Geöffnet hat sie montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr, freitags von 9 Uhr bis 12 Uhr 30, jeden Samstag von 14 bis 17 und jeden Sonntag von 11 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.

von Nadja Schwarzwäller

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