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Marburg Ex-Boxer Axel Schulz zu Gast in Marburg
Marburg Ex-Boxer Axel Schulz zu Gast in Marburg
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00:18 03.02.2019
Hoch die Faust: Der elfjährige Samu traf Axel Schulz im Rewe-Markt und holte sich als Erinnerung ein Autogramm des ehemaligen Profi-Boxers, der auf Werbetour Marburg besuchte. Quelle: Ina Tannert
Marburg

„Hey, nenn mich einfach Axel, hast du Hunger?“ – diesen Satz bekamen die Kunden des Kranich-Rewe-Marktes am Erlenring am vergangenen Donnerstag des Öfteren zu hören. Der ehemalige Schwergewichtsboxer Axel Schulz besuchte Marburg und warb mit breitem Lachen und flotten Sprüchen für seine Grill-Produkte.

Und das mit der ihm eigenen Offenheit, für die der ehemalige deutsche Boxmeister mit dem lockeren Mundwerk seit Jahren bekannt ist. Gesiezt werden, distanzierte Fan-Treffen oder still in der Ecke stehen – liegt ihm alles nicht. Schulz ist präsent und unterhält sich gerne, egal wo er gerade ist, egal wer gerade vorbeikommt.

"Axel ist einfach ein sympathischer Typ"

Ohne Scheu lädt er die Kunden zur Wurst-Probe ein, posiert stilecht mit geballter Faust und der obligatorischen Kappe für Fotos und gibt Autogramme. Gerade die älteren Kunden kennen den Mann mit dem unverwechselbaren Gesicht und dem breiten Grinsen, aber auch jüngeren ist Schulz noch ein Begriff. „Ich hätte gerne ein Autogramm“, sagt der elfjährige Samu, als er den Promi erspäht.

Kein Problem, solche Bitten ist Schulz gewöhnt, stellt sich ganz selbstverständlich mit dem Jungen in Pose und hält noch einen kurzen Schnack. So mancher Fan hat sich vorbereitet, bringt extra ein Shirt mit in den Laden, auf das Schulz prompt seine Unterschrift setzt: „Ich bin eigentlich kein Autogrammjäger, aber die Gelegenheit war gut und Axel ist einfach ein sympathischer Typ, er hat die Ruhe weg“, lobt Michael Maier.

Der heute 50 Jahre alte Schulz boxte schon als Kind, stieg 1990 in die Profiklasse auf und schied 2006 endgültig aus dem Boxgeschäft aus. Er arbeitete später als TV-Kommentator und wurde nicht zuletzt durch seine lockere Art als Medien­figur berühmt. Seit ein paar Jahren widmet sich der Mann, der schon mit George Foreman um den Weltmeistertitel boxte, ganz dem Werbe- oder dem Grillsaucen-Geschäft. „Das ist „mein Baby und es macht richtig Laune“, schwärmt er.

Das Wurst-im-Glas-Konzept

Zu dem kam er allerdings eher durch Zufall: Vor ein paar Jahren kochte der Grill-Fan eine seiner Lieblingssaucen aus den USA nach und landete damit im Freundeskreis geschmacklich einen Volltreffer. Ein Kumpel mit einer Saucenfabrik produzierte schließlich literweise für ihn.

„Das war eigentlich alles für den privaten Gebrauch gedacht – und dann saß ich da mit 3.600 Flaschen, das war die Mindestproduktion“, erzählt Schulz lachend. Die wollte er dann doch „loswerden, aber nicht wegwerfen“ und daraus entstand das Wurst-im-Glas-Konzept samt Schulz-Marke. „Plötzlich entwickelte sich ein Geschäft und es gab einige Rückschläge, aber man muss auch da immer wieder aufstehen – wie beim Boxen früher“, erzählt er.

Schulz war nicht zum ersten Mal in Marburg, viel von der Lahnstadt gesehen hat der gebürtige Brandenburger dabei noch nicht. „Das Schloss ist wirklich traumhaft schön – ich komme bestimmt bald mal wieder“, verspricht er.

von Ina Tannert