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Märchenhaft schön

Aladin Märchenhaft schön

In die Welt des Orients entführt das Hessische Landestheater Marburg die Zuschauer mit dem Weihnachtsmärchen
„Aladin und die Wunderlampe“. Am Samstag war Premiere.

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Der Zauberer (Charles Toulouse, rechts) zwingt Aladin (Vera Goos) in eine finstere Höhle hinabzusteigen. Am Schluss wartet auf die Zuschauer aber ein Happy End.

Quelle: Ramon Haindl

Marburg. So muss Theater für Kinder und Familien sein: Temporeich und mit einer ausgewogenen Mischung aus Spannung und Witz. Kaum war am Samstag der letzte Ton des Weihnachtsmärchens „Aladin und die Wunderlampe“ verklungen, brandete Jubel auf in der Stadthalle.

Füßetrampeln, Bravorufe und stürmischer Beifall der 400 Premierenbesucher signalisierten dem Ensemble: Die Premiere war ein rauschender Erfolg. Einzig für Charles Toulouse gab es Buhrufe. Aber auch die dürfen ausnahmsweise als dickes Lob gewertet werden, denn Toulouse gab einen wahrlich fiesen Zauberer.

Ins Herz geschlossen hatten die Kinder dagegen ganz schnell Aladin (Vera Goos) und seinen Freund Hassan (Mateusz Dopieralski), beide sind Gäste am Landestheater. „Aladin und die Wunderlampe“ ist eines der bekanntesten Märchen aus dem großen Zyklus „Tausendundeine Nacht“. Die meisten dieser aus Indien und Persien stammenden Geschichten sind nicht für Kinder gedacht.

Die Geschichte ist schnell erzäglt: Aladin und seiner Mutter fehlt es am Nötigsten bis ein Mann auftaucht, der sich als Aladins Onkel ausgibt und sich das Vertrauen der Menschen mit Gold und Geschmeide erkauft. Die Kinder im Publikum wissen längst, dass es ein nicht gerade sympathischer Zauberer ist.

Der beauftragt Aladin in einer finstere Höhle eine magische Öllampe zu suchen. Aladin entdeckt, dass in der Lampe ein mächtiger Geist steckt, der die Wünsche des Lampenbesitzers erfüllen muss. Am Ende bekommt Aladin die schöne Tochter des Sultans (Claudia Mau).

Rohn hat die Vorlage auf etwa 75 Minuten Spieldauer straff zusammengestrichen. Und er konzentriert sich auf Gefühle, die Kinder verstehen können. Freundschaft und Liebe bezwingen die Gier nach Macht und Reichtum. Viele schöne Songs, zum Teil live von dem Gitarristen Johannes Eimermacher begleitet, runden die rundum gelungene Produktion ab. Prädikat: sehr sehenswert

von Uwe Badouin

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Dienstag in der Printausgabe der OP.

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