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Märchenbilder mit Augenzwinkern

Ausstellung Märchenbilder mit Augenzwinkern

Von den vielen unterschiedlichen Möglichkeiten, großformatige Leinwände mit Farbe zu füllen, nutzt Anke Koch-Röttering einige. Kein Bild, das durchgängig mit bloß einer Technik bemalt ist.

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Künstlerin mit Froschkönig: Anke Koch-Röttering mit ihrer Lieblings-Märchenfigur.Foto: Daphne Flieger

Marburg. Da trifft Acryl auf Zeichnung, montiert werden blumige Ornamente, Texte oder auch übermalte Gummibärchen in Froschform als Verzierung für ein buntes Lebkuchenhaus.

In der Brüder-Grimm-Stube ist derzeit die Ausstellung „Ist es ein Grimm’sches Märchen?“ mit Arbeiten von Koch-Röttering zu sehen. Die meist großformatigen Bilder füllen die kleine Brüder-Grimm-Stube und liefern einen weiteren Beitrag zum Grimm-Jahr.

Anke Koch-Röttering beschränkt sich in ihren Bildern nicht auf die Märchen der Brüder Grimm. Sie vermischt sie mit Märchen von Hans Christian Andersen wie der „Prinzessin auf der Erbse“. Auf den Bildern finden sich immer wieder Frösche: „Jeder hat ein Lieblingsmärchen: meins ist der Froschkönig. Und der wurde nicht durch einen Kuss zum Prinz. Der wurde gegen die Wand geschleudert.“

Der Titel der Ausstellung verweist nicht bloß auf die Übermittler der Märchen, sondern auch auf die hintergründige Mehrdeutigkeit, also „die Moral von der Geschicht‘“. Das Märchen als Metapher.

Trotz ernsthafter Vieldeutigkeit verbergen sich in den Bildern kleine Witze, die den Betrachter zum Schmunzeln bringen. Die Figuren meint man aus zahlreichen illustrierten Märchenbüchern zu kennen. Im Unterschied dazu kombiniert Koch-Röttering Märchenfiguren mit Humor.

Der Titel eines Bildes ist meist ein flotter Kommentar. Ein Beispiel: Eines der wenigen kleineren Bilder zeigt die Bremer Stadtmusikanten, so kann man es jedenfalls erahnen. Zu sehen ist eigentlich bloß der Esel und auf ihm steht noch der Hahn. Der Titel des Bildes verrät mit Augenzwinkern: „Rest hat Urlaub“..

Die vom Fachdienst Kultur der Stadt Marburg präsentierte Ausstellung ist bis zum 19. August zu sehen; geöffnet Dienstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr.#

von Daphne Flieger

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