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„Lumpengesindel“begeistert Zuhörer

The Les Clöchards „Lumpengesindel“begeistert Zuhörer

Fünf in Lumpen gekleidete Typen erinnerten am Dienstagabend in der Waggonhalle an AC/DC. Auch wenn es, wie ihr erster Song "It‘s a long Way to the Top“ bei ihnen musikalisch noch Luft nach oben gibt, machte ihre Show den australischen Hardrockern von AC/DC alle Ehre.

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In zerrissenen Feinrippunterhosen glänzten „The Les Clöchards“ bei der Zugabe noch mit der sanft auf der Dobro gezupften „Number of the Beast“ von Iron Maiden.

Quelle: Jan Bosch

Marburg. „The Les Clöchards“ wurden von ihrem Publikum mit dem gleichen tosenden Applaus empfangen, wie AC/DC im Wembley Stadium. Die fünf in Lumpen gehüllten Typen bezeichnen sich als Teilzeitobdachlose. Ihre Kleidung ist schmutzig, die Schuhe haben mehr Löcher, als Leder, offiziell sind sie echte Korsen.

Ihre Musik riecht nach einer lauen mediterranen Sommernacht, in der Gosse und mit billigem Pastis berauscht. Wie ihre eigene Historie, ist der Sound von der Band eine wilde Irrfahrt durch die Welt der Musik. Die Mitglieder der fünfköpfigen Formation sind allesamt studierte Musikwissenschaftler, die es sich in ihrem Vagabunden-Outfit zum Ziel gemacht haben, Coverversionen mit einer hysterischen Bühnenshow zu einem Tanzevent zu machen.

Dabei durften natürlich Hits, wie der Nancy-Sinatra-Klassiker „These Boots Are Made for Walkin’“ oder „Time of my Life“ aus Dirty Dancing nicht fehlen. Vom ersten schrägen Ton an brachten sie die Menge in der Waggonhalle zu kochen. Auf der Bühne ging es nicht weniger wild zu. In Slapstickmanier tobten und stolperten Leadsänger Michael Erbach und Dobro-Spieler Erik Jünge über die Bühne. Das Mikro flog in wilden Kreisen durch die Luft, während Jünge auf den Knien seine Soli zimmerte. und Schlagwerker Philipp Zdebel holte richtig fette Beats aus seinem Haufen Trommelschrott heraus.

Der nicht enden wollende Jubel des Publikums steigerte sich nach dem letzten Lied ins Unermessliche und forderte den Künstlern mehrere Zugaben ab.

von Jan Bosch

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