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Marburg Lebende Legenden und ihr derber Blues
Marburg Lebende Legenden und ihr derber Blues
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17:06 17.03.2013
Marburg

Auf der Bühne türmen sich VOX-Amps, das Drum-Kit glänzt in Perlmutt, über den Saiten thront der Schriftzug „Fender“. Ohne großes Ansagegeplänkel traten vier älteren Herren am Samstagabend auf die Bühne des gut gefüllten KFZ in Marburg. Das Publikum, die meisten kaum jünger als die Band, wusste, warum es heute Abend hier war: für derben Blues-Rock.

Die Stammbesetzung aus Frontmann Gert Lange, Bassist Michael Becker und Drummer Hans Wallbaum wird bei Konzerten stets mit Hochkarätern der internationalen Bluesszene veredelt.

1, 2, 3 - kurzes Anzählen, und schon lässt Wallbaum die Drumsticks über die Becken wirbeln. Mit zufriedenem Grinsen und meist geschlossenen Augen gibt er den Takt vor, bildet das solide rhythmische Fundament der Gruppe. Lässig groovend versetzt der schlaksig-schlanke Bassist Becker die Saiten seines Instruments in Schwingung, gibt dem Sound den warmen bluesigen Grundton.

Seine Stimme wird oft verglichen mit der von Joe Cocker, jedoch trinkt er mittlerweile lieber Wasser auf der Bühne. Shouter Lange weiß seine raue Stimme einzusetzen. Perfekt harmoniert sie mit dem 70er Sound seiner Stratocaster. Und diese harmoniert noch besser mit dem vierten Mann im Bunde.

Er stand schon bei Woodstock auf der Bühne, spielte bei T-Rex, Donovan, Deep Purple oder der Spencer Davis Group. Miller Anderson ist ein Magier, der die Saiten zum Klingen bringt. Ob harte Riffs oder filigrane Soli, er bringt markant seinen Sound ein, ohne sich in den Vordergrund zu spielen. Bei seinen eigenen Songs greift er selbst zum Mikro, zeigt auch hier seine stimmlichen Qualitäten.

„Queen Of The Night“ hieß ihr erstes Soloalbum, das war 1973. Nach kurzer Pause gesellte sich eine weitere Legende der Bluesszene zu den Jungs auf der Bühne. Die Stimme der Schottin Maggie Bell braucht einen Vergleich mit Joplin nicht zu scheuen, und auch mit über siebzig Jahren strotzt sie vor Energie. Sie tourt unter anderen mit Miller Anderson, Jon Lord und Ausnahmedrummer Pete York durch die Lande und zeigt selbst dem hervorragenden Lange, was Stimmgewalt bedeutet.

Das Ergebnis der fulminanten Aufstellung waren über zwei Stunden musikalischer Hochgenuss.

Die Hamburg Blues Band und ihre Gäste zeigten, dass bei ihnen noch lange nicht an das Aufhören gedacht wird. Und das ist gut so.

von Jan Bosch

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