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Marburg Hasenkopf-Gebiet ist „empfindlich“
Marburg Hasenkopf-Gebiet ist „empfindlich“
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00:19 31.08.2018
Wird der Hasenkopf ein Wohngebiet für 900 Menschen? Quelle: Archivfoto
Marburg

Empfehlung laut des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungkonzepts Ockershausen: Die bestehenden, offenen Landschaftsbereiche sollten „freigehalten“, die „tradierte Kulturlandschaft durch Landwirtschaft aufrecht erhalten“ werden. Denn der Stadtteil werde ­neben der Siedlung „auch entscheidend durch seine Landschaftsstrukturen geprägt“, ­Gebiete wie der Heilige Grund oder der Hasenkopf seien für das obere Ockershausen „charakteristisch“.

Dr. Hermann Uchtmann (FDP/MBL) sagt in Bezug auf diese Feststellung im Sozialausschuss: „Mit einer Bebauung geht offenbar der Verlust wertvoller Gebiete einher. Das ist nicht sehr verheißungsvoll.“ Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) entgegnet: „Die Werthaftigkeit des Geländes würde in die weiteren ­Planungen einbezogen. Es gilt, sowohl die Ökologie zu wahren als auch das soziale Thema Wohnen umzusetzen – das muss man und das kann man intelligent zusammenbringen.“

Wie auch beim möglichen Wohngebiet am Oberen Rotenberg würde auf den Erhalt beziehungsweise die Schaffung „größtmöglicher Grünflächenanteile“ geachtet. Auch in einer Fußnote zur entsprechenden Magistratsvorlage werden die im Landschaftsplan getroffenen bereits als „nicht im Widerspruch zu der angedachten Bebauung“ bezeichnet, vielmehr gelte es, zu einer „für ­alle Seiten und Interessenlagen verträglichen Abstimmung zu kommen.“

von Björn Wisker