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Landschaftsbild kippt in Abstraktion

Kunst Landschaftsbild kippt in Abstraktion

Das Gemälde „Buchen“, das Christian Rohlfs 1900 geschaffen hat, hat Uni-Präsidentin Prof. Dr. Katharina Krause am Donnerstagabend im Marburger Universitätsmuseum vorgestellt.

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Die Präsidentin der Philipps-Universität, Prof. Dr. Katharina Krause, stellte „Buchen“ von Christian Rohlfs vor.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Ihre Bild-Präsentation, zu der etwa 100 Besucher gekommen waren, bildete den Abschluss der Reihe „Prominente führen ihr Lieblingsbild“, in deren Rahmen in den vergangenen zwei Jahren 24 Promis aus Marburg ihre Favoriten aus dem Bestand des Museums vorgestellt hatten. Viele von ihnen, unter anderem Volker Nienhaus, Vorgänger von Katharina Krause im Amt des Uni-Präsidenten und der erste Referent der Reihe, waren zur Abschlussveranstaltung gekommen.

Ein Lieblingsbild sei „Buchen“ des 1849 geborenen Expressionisten Rohlfs, von dem das Museum fünf Bilder besitzt, die allesamt aus der Sammlung des Marburger Kunsthistorikers Richard Hamann stammen und 1963 vom Land Hessen auf das Museum übertragen wurden.

Einen „konsequenten Blick in den Wald“, habe Rohlfs mit diesem Bild geworfen, kein Himmel, keine Menschen sind zu sehen, nur der lichtdurchflirrte Wald in einem zufällig wirkenden, aber genau ausgewählten Bildausschnitt.

„Bei nahem Herangehen kippt das Bild in die Abstraktion“, sagte Katharina Krause. Der Maler habe dies ganz bewusst angestrebt und sei aus der Konkretion der Landschaftsmalerei ausgeschert um ein Bild zu machen - und genau das sei es, was sie an „Buchen“ so schätze.

von Heike Döhn

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