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Landschaften mit„Tiefenwirkung“

Ausstellung von Ulrich Harder Landschaften mit„Tiefenwirkung“

Sind es Gemälde oder vielleicht doch Fotos? Bei den Bildern von Ulrich Harder im Landratsamt kommt man ins Zweifeln, so täuschend echt sehen sie aus.

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Der Marburger Maler Ulrich Harder steht im Foyer des Landratsamtes neben einer WinterlandschaftFoto: Bettina Preussner

Marburg. Derzeit sind die Arbeiten des Marburger Malers im Landratsamt zu sehen. Bei der Eröffnung begrüßte die Kreisbeigeordnete Karin Szeder in Vertretung der Landrätin Kirsten Fründt die zahlreichen Gäste.

„Die Vielfalt der Kulturschaffenden im Landkreis kann sich sehen lassen“, betonte sie. Ulrich Harder sei ein Maler, der sich unter anderem mit der Kunst Otto Ubbelohdes auseinander gesetzt habe, so Szeder weiter. 2003 wurde Harder selbst mit dem Otto-Ubbelohde-Preis ausgezeichnet.

Die Ehefrau des Künstlers, Sabine Harder vom Haus der Romantik, hielt die Laudatio. „Viele von Ihnen begleiten Ulrich Harder und sein Schaffen seit langem“, erklärte sie. „Und viele leben schon glücklich mit seinen Werken zusammen.“ Die Bilder Harders seien selbsterklärend, fuhr sie fort.

Die Ölgemälde mit ihrer hohen illusionistischen Wirkung seien „wie ein Fenster nach draußen“, so Harder weiter. Meist zeigten sie die idyllischen Landschaften rund um Marburg und Biedenkopf. Mit Blick auf den Titel der Ausstellung „Tiefenwirkung“ sagte sie, hier sei Tiefe in doppeltem Sinn gemeint. Die perspektivische Staffelung bewirke eine optische Tiefe. Zugleich entstehe durch das ästhetische Empfinden des Künstlers eine tiefe emotionale Auseinandersetzung zwischen Bild und Betrachter.

Der Künstler selbst sieht sich nicht als Fotorealist. „Ich bin Realist“, betonte er. Für seine Bilder verwendet er Fotos, die für ihn wie Skizzen sind. Die einzelnen Elemente komponiert er dann auf der Leinwand neu. Auf die Frage, warum er nicht einfach nur fotografiere, erklärte er: „Gemälde sind etwas anderes. Man kann seine Stimmungen einbringen.“

Viele der Ölgemälde des Marburger Künstlers erinnern an den Maler Caspar David Friedrich. Harder selbst hat als Kind in der Hamburger Kunsthalle eine Ausstellung des großen Romantikers gesehen. „Das hat mich schwer beeindruckt“, erzählte er. „Damals habe ich den Entschluss gefasst, Landschaftsmaler zu werden.“

Die Ausstellung dauert noch bis zum 25. ­Januar 2018. Die Öffnungszeiten sind: Montag bis Donnerstag 7-16 Uhr, Freitag 7-14 Uhr. (Im Lichtenholz 60).

von Bettina Preussner

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