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Eine Bühne für heimische Autoren

Literaturparcours Eine Bühne für heimische Autoren

Beim 6. Literaturparcours des Landkreises stellten sich am Samstag in Cölbe mehr als 40 heimische ­Autorinnen und Autoren sowie verschiedene ­Literaturvereine vor.

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Die Schülerin Lisa Oberbeck stellte ihren Minutentext vor.

Quelle: Elvira Rübeling

Cölbe. „Die Zeit totschlagen, ohne die Ewigkeit zu verletzen“ oder „Man ist solange ein Kind, solange man sich seine Träume bewahrt – so lauteten zwei Sätze aus dem bemerkenswerten Minutentext zum Thema „Erwachsen werden“ von Lisa­ Oberbeck, Schülerin der Elisabethschule Marburg. Mit Norman Wahl, ehemaliger Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule,­ und mit der Schülerin Maja Klös stellten sich beim Literaturparcours des Landkreises zwei weitere Nachwuchsautoren vor.

Alle drei haben im Auftrag des Hessischen Kultusministeriums und Staatlichen Schulamtes am Projekt Literatur und Schule, Schreibkunst- Schüler schreiben mit Autoren teilgenommen.

Am Samstag vermittelten sie und mit ihnen insgesamt weitere 38 heimische Autorinnen und Autoren beim Literaturparcours des Landkreises Marburg- Biedenkopf viele Einblicke in die Literaturszene des Landkreises. Der Lesemarathon in den WABL-Hallen des St.-Elisabeth- Vereins in Cölbe war diesmal Teil des erstmals vor zwei Jahren initiierten Kunst-Netzwerk-Parcours des Vereins. Hans-Werner Künkel, Vorstand des St.-Elisabeth-Vereins, sah im Literaturparcours „eine hervorragende Möglichkeit, unsere Veranstaltung ganz im Sinne der Grundidee weiterzuentwickeln“.

Besucher staunen über „Den verworrenen ­Besucher“

Ähnlich wie bei den Kunsttagen ist der Landkreis auch bei seinem Literaturparcours immer auf der Suche nach spannenden Veranstaltungsorten. Fündig geworden ist er diesmal in Cölbe in alten Fabrikhallen, deren „morbider Charme“ durch geschickten Lichteinsatz atmosphärisch in Szene gesetzt wurde. So sei es gelungen, den Industriecharme mit in die Veranstaltung zu nehmen, betonte Schirmherrin und Landrätin Kirsten Fründt in ihrer Eröffnungsansprache. Der Dreiklang von Lesungen, Informationen rund um das Schreiben und das Rahmenprogramm, sowie der Speakers-Corner und Open Slam-Corner mache die Veranstaltung für viele Menschen interessant.

Nach weiteren Grußworten von Marburgs Kulturdezernentin Dr. Kerstin Weinbach, Veranstaltungsmanagerin Sabine Welter­ und Kulturreferent Dr. Markus Morr vom Landkreis stimmte­ das Fast Forward Theatre zu Beginn des Lesemarathons mit improvisierten Szenen in die Welt des geschriebenen Wortes ein. Die Besucher staunten nicht schlecht, wie aus einem vom Publikum locker hingeworfenenen Adjektiv und Substantiv­ eine Geschichte mit dem Titel­ „Der verworrene ­Besucher“ wurde.

Danach starteten in zwei Räumen freie Autorinnen und Autoren, die Mitglieder vom Marburger Autorenkreis, Schreibwerkstatt Marburg, Autorengruppe Marburg, Kulturelle Aktion Marburg-Strömungen sowie Literatur und Schule, Schreibkunst in den Lesemarathon. Im etwa 20-minütigen Wechsel stellten die Schriftsteller bis in den späten Abend Proben aus ihren vielseitigen Werken vor. Unter ihnen waren sowohl erfahrene Autoren als auch solche, die wahrscheinlich zum ersten Mal öffentlich ihre Texte vortrugen.

Im Vorfeld der Veranstaltung hatte ­eine Jury über ihre Teilnahme am Leseparcours entschieden. An verschiedenen Ständen stellten sich Literaturvereine und -initiativen den Besuchern vor.

von Elvira Rübeling

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