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Kunst kommt unter den Hammer

Kunstauktion Kunst kommt unter den Hammer

Mit dem Jahresende geht auch im Arbeitsgericht eine Ära zu Ende. Das Gericht zieht nach Gießen und Marburg verliert somit das Kunstforum, einen wertvollen Ort für Kultur.

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Seit Jahren ist das Arbeitsgericht Marburg Ort für Ausstellungen und längst ein Kunstmuseum. Kurz vor der umstrittenen Schließung des Gerichts brachte Arbeitsgerichtsdirektor Hans Gottlob Rühle Kunst unter den Hammer.

Quelle: Tonia Simone Pöppler

Marburg. „Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten“: Laut schlägt der Auktionshammer auf das Auktionatorpult von Hans Gottlob Rühle, Direktor des Arbeitsgerichts. Der Hammer fiel am Freitagabend oft bei der Kunst-Versteigerung der großen Abschiedsausstellung.

Während im Sitzungssaal des Arbeitsgerichts in der Gutenbergstraße ansonsten andere Verhandlungen ausgetragen werden, versuchten sich am Freitagabend etwa 200 Kunstbegeisterte immer wieder zu überbieten und eines oder gleich mehrere der begehrten Kunstwerke zu ersteigern.

Teilweise als echte Schnäppchen, bei einigen wurde auch gerne tiefer in die Taschen gegriffen.

Zahlreiche Kunstwerke – Zeichnungen, Fotografien, Kunstdrucke, Radierungen oder Gemälde – fanden dabei neue Besitzer. Aus ganz Deutschland kamen Gäste aus Politik und Gesellschaft, Künstler, Anwälte und Richter, um noch ein letztes Mal die laufende Ausstellung „Sag zum Abschied leise Servus“ zu sehen und das wohl farbenfroheste Gerichtsgebäude Deutschlands mit ein wenig Wehmut zu verabschieden, bevor es zum Jahresende seine Pforten für immer schließt.

Kunstwerke aller Stilrichtungen hingen an den Wänden des Sitzungssaals, des Richterzimmers und der Flure. In der Petersburger Hängung, also dicht an dicht. Dort konnten einzelne Exponate von allen 95 Ausstellungen, die im Laufe der 25 Jahre im Marburger Arbeitsgericht zu sehen gewesen waren, noch ein letztes Mal begutachtet werden.

von Tonia Simone Pöppler

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