Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 12 ° Gewitter

Navigation:
Kulturlogen gründen Bundesverband

Dachverband für Helfer Kulturlogen gründen Bundesverband

Das Konzept der Kulturloge Marburg übernehmen deutschlandweit immer mehr kommunale Initiativen und Einzelpersonen. Der gestern gegründete Dachverband will die lokalen Kulturlogen unterstützen und vernetzen.

Voriger Artikel
Was analysiert werden muss
Nächster Artikel
Vier-Augen-Prinzip ist oberster Grundsatz

Der Vorstand des neu gegründeten Bundesverbands Deutsche Kulturloge (von links): Mathias Gröbner, Andreas von Glahn, Uwe Maedchen und Hilde Rektorschek. Foto: Simone Schwalm

Marburg. „Wir wollen für die bundesweiten Kulturlogen klare und verbindliche Regelungen schaffen, um Struktur in die ehrenamtliche Arbeit zu bringen“, erklärte Hilde Rektorschek, Vorsitzende der Marburger Kulturloge.

Seit der Gründung der Kulturloge Marburg am 9. Februar 2010 begeistern sich immer mehr kommunale Initiativen und Einzelpersonen für das Konzept, das Christine Krauskopf und die Oberhessische Presse gemeinsam mit Hilde Rektorschek entwickelten.

Nicht verkaufte Eintrittskarten für Kulturveranstaltungen wie Theateraufführungen, Lesungen und Konzerte werden an Menschen mit geringem Einkommen kostenlos weitergegeben.

Mit der Vereinsgründung wurden der Name Kulturloge und das Logo entwickelt und die Markenrechte geschützt. Trotzdem gebe es in Leipzig derzeit zwei Kulturlogen.

Eine der beiden Leipziger Kulturlogen habe Name und Logo übernommen, vertrete jedoch nicht die gleichen Grundsätze wie die anderen Kulturlogen, sagten Vertreter von sieben Kulturlogen aus Wuppertal, Leipzig, Naumburg, Weißenfels, Lahn-Dill/Wetzlar, Bremervörde und Marburg, die den Bundesverband gemeinsam gründeten.

Mit der Gründung des Bundesverbandes soll künftig verhindert werden, das Name und Logo ohne die Kulturlogen-Grundsätze übernommen werden.

Der Name Kulturloge ist als eingetragenes Markenzeichen durch den Bundesverband Deutsche Kulturloge rechtlich geschützt. „Dieses Recht gilt bis zum Jahr 2020 und kann in der Registerauskunft des Deutschen Patent- und Markenamtes eingesehen werden“, sagte Uwe Maedchen, Pressesprecher der Kulturloge Wuppertal.

Die Kulturlogen, die dem Bundesverband Deutsche Kulturloge angehören, erkennen die Satzung an, die gestern in Marburg beschlossen wurde. Zu den Grundsätzen gehört laut Satzung, dass Kulturlogen überparteilich und überkonfessionell sind und die Vergabe der Eintrittskarten nicht mit einer Stigmatisierung der Kulturgäste verbunden ist.

Menschen mit geringem Einkommen müssen demnach den Kulturlogen keine Einkommensnachweise vorlegen, wie es inzwischen manche Kulturlogen einfordern, sondern nur bei sozialen Einrichtungen, Institutionen und Beratungsstellen, mit denen die Kulturlogen eng zusammenarbeiten. Um diese Grundsätze wird derzeit zwischen verschiedenen Kulturlogen gestritten. Inzwischen gibt es in München und Bamberg auch Vereine, die einen anderen Namen gewählt haben.

„Wenn um etwas so stark gekämpft wird, zeigt das, wie wichtig die Sache ist“, sagte Stadtrat Jürgen Hertlein.

Dem Vorstand des Bundesverbandes Deutsche Kulturloge gehören an:

Hilde Rektorschek (Marburg) als Vorsitzende, Uwe Maedchen (Wuppertal) und Andreas von Glahn (Bremervörde) als ihre Stellvertreter und Mathias Gröbner (Naumburg) als Schatzmeister.

von Simone Schwalm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg