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„Kulturloge“ nimmt ihre Arbeit auf

Kultur für Bedürftige „Kulturloge“ nimmt ihre Arbeit auf

Kultur darf kein Luxusartikel sein, den sich nur sozial hinreichend abgesicherte Menschen leisten können. Um diese wohl unumstrittene These mit Leben zu füllen, gibt es seit dieser Woche den Verein „Kulturloge Marburg“.

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Die Vorstandsmitglieder der „Kulturloge“ (von links): Alexandra Klusmann, Christine Krauskopf, Hilde Rektorschek, Lena Ach, Thomas Batinic, Franziska Wagner und Christoph Linne.

Quelle: Carsten Beckmann

Marburg. Am Dienstagabend konstitutierte sich in den Räumen der Oberhessischen Presse der Verein, der künftig von Hilde Rektorschek geleitet wird. Sie und ihre Stellvertreterin an der Spitze des Vereins, OP-Redakteurin Christine Krauskopf, waren im vergangenen Jahr die treibenden Kräfte, die das in dieser Art bundesweit vielleicht einzigartige Projekt aus der Taufe gehoben hatten.

Zwar gab und gibt es auch in anderen Regionen Deutschlands bereits die Möglichkeit für sozial Benachteiligte, zu günstigeren Konditionen Kulturveranstaltungen besuchen zu können. Doch spätestens an der Kasse müssen sich die Theater-, Kino- oder Konzertbesucher in der Regel als Menschen outen, für die ein Sinfoniekonzert, eine Boulevardkomödie oder ein Kabarettabend in der Regel am verfügbaren Privatbudget scheitern.

Das Prinzip der Kulturloge Marburg ist denkbar einfach: Wer Konzerte, Theaterabende, Kinovorstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen organisiert, stellt ein frei zu bestimmendes Kontingent an Eintrittskarten zur Verfügung, die über die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kulturloge an registrierte, bedürftige Menschen weitervermittelt werden.

von Carsten Beckmann

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der OP.

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