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Kulturladen wird zum Hexenkessel

Latinopower im KFZ Kulturladen wird zum Hexenkessel

Mit ihrem explosiven Cross‑over-Rock hat die mexikanische Band Molotov am Mittwoch das KFZ in einen Hexenkessel verwandelt. Vom ersten Stück an hatten die Haudegen mit dem Hang zu provokativen Texten das Publikum voll im Griff.

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Gegen Ende des Konzerts eroberten weibliche Fans die Bühne. Die mexikanische Band nimmts gelassen.

Quelle: Heike Döhn

Marburg. Dass Molotov sich gerne gesellschaftskritisch geben und politisch auf Konfrontationskurs gehen, kann man als des Spanischen nicht mächtiger Konzertbesucher nur der Tatsache entnehmen, dass ihre Musik immer mal wieder unter ein Verkaufsverbot fiel und die Band ihre Platten selbst auf der Straße verkaufen musste.

Die Musiker reden in Marburg zwar viel, aber konsequent spanisch, so dass nur der – allerdings recht große – Fanblock Spanisch sprechender Zuhörer ihnen folgen konnte.Allen anderen teilten sich die vier Musiker durch ihre mitreißenden, von einprägsamen Bassläufen getragenen Songs mit – und die ging direkt ins Herz und in die Beine.

Latino- und Hip-Hop-Elemente verbinden sich darin mit Metal, Funk und Rap. Einen großen Teil des Programms machten Stücke der 1995 erschienen ersten Platte der Mexikaner aus, „Donde Jugaran las Ninas?“, mit der Molotov einige Hits wie „Gimme tha Power“ und „Puto“ landen konnte und deren Stil sie auch in den nachfolgenden Alben nicht sonderlich weiter entwickelt haben – typischer Cross‑over der neunziger Jahre mit einem Schuss Latin-Exotik.

von Heike Döhn

Mehr lesen Sie am Samstag in der Printausgabe der OP.

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