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Künstlerinnen genießen ihre „Oase der Entschleunigung“

Atelier Cölber Mühle Künstlerinnen genießen ihre „Oase der Entschleunigung“

Waltraud Mechsner-Spangenberg, Carla Fassold-Luttropp und Anita Badenhausen sind glücklich in ihrem malerischen Mühlenatelier. Weiterentwickelt werden könnte ihrer Ansicht nach die Zusammenarbeit mit der Gemeinde.

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Seit zehn Jahren bilden Anita Badenhausen (von links), Carla Fassold-Luttropp und Waltraud Mechsner-Spangenberg die „Ateliergemeinschaft Cölber Mühle“.Foto: Manfred Schubert

Quelle: Manfred Schubert

Cölbe. „Mein Mann fragt schon mal, wann ich wieder in die Mühle gehe, denn wenn ich von dort zurück komme, sei ich ganz entspannt“, erzählte Waltraud Mechsner-Spangenberg lachend. Dabei sei es wirklich harte, konzentrierte Arbeit, sieben Stunden zu malen. Aber dies in einer Oase der Ruhe und Entschleunigung. Das Handy schalte sie dort bewusst aus.

Sie, Carla Fassold-Luttropp und Anita Badenhausen kennen sich schon seit 15 bis 20 Jahren durch die Malerei. Früher gehörte noch der inzwischen verstorbene Künstler Bernd Eifler zu der Gemeinschaft. Der Wunsch nach einer Räumlichkeit, in der man alles „stehen und liegen lassen kann“, führte zu diesem Gebäude. Die Morbitzer Mühle, wie sie nach den Eigentümern heißt, war schon seit 50 Jahren nicht mehr als solche genutzt worden, aber sie sollte als Mühle erkennbar bleiben. 2001 begann die Renovierung des denkmalgeschützten Gebäudes, wobei die vorhandenen Maschinen in die entstehenden Atelierräume integriert wurden, im April 2002 erfolgte der Einzug der Künstlergemeinschaft. „Wir haben Berge von Dreck rausgeräumt“, erinnerten sich die Malerinnen, die 2010 den Otto-Ubbelohde-Preis des Landkreises Marburg-Biedenkopf für den Erhalt des historischen Gebäudes und ihre künstlerischen Aktivitäten erhielten.

Ubbelohde selbst habe an diesem Ort schon gearbeitet, berichteten die drei. Vom Wehr aus habe er Mühle und Wehr zur Illustration des Märchens „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ gezeichnet.

In den vergangenen zehn Jahren hat jede der drei Hunderte von Bildern geschaffen. Und die Freundschaft ist enger geworden. „Die Malerei war der kleinste gemeinsame Nenner, jetzt ist es mehr“, sagte Fassold-Luttropp.

Beim traditionellen Jahresfest des Ateliers Cölber Mühle wurde in dem am Ortsausgang Richtung Bernsdorf hinter den Gleisen gelegenen Atelier den etwa 150 Gästen am Samstag ein umfangreiches Programm mit Grußworten, Führungen und Musik von der Rock’n’Roll-Band „Tres Iguanas“ geboten.

von Manfred Schubert

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