Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Marburg Künstler geben Einblick in ihre Ateliers
Marburg Künstler geben Einblick in ihre Ateliers
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:09 24.05.2017
Zwei Besucherinnen werfen einen Blick in eines der Ateliers auf dem Gelände des historischen Schwanhofs. Quelle: Nadja Schwarzwäller
Marburg

„Metamorphosen“ war das Motto für „Kunst im Schwanhof“. Das Wort ist griechischen Ursprungs und beschreibt die Umwandlung in eine andere Gestalt. Im Deutschen ist der Begriff in der Zoologie ebenso gebräuchlich wie in der Musik oder der Soziologie, wie Johannes M. Becker bei seiner Einführung am Samstag erläuterte. Weil man nie ohne Gitarre zu einer Vernissage gehen sollte, wie ihm sein Freund Georges Moustaki gesagt habe, hatte er die dabei und spielte ein Lied über die Metamorphose einer Stadt.

Jeder der Beteiligten habe sich über das Thema seine Gedanken gemacht, erklärte Sabine Schock. Die Malerin arbeitet in einer Atelier-Gemeinschaft zusammen mit Gisela Wagner und Mirsada Vejselaj (beide ebenfalls aus dem Bereich Malerei beziehungsweise Zeichnung) sowie der Mosaik-Künstlerin Cornelia Altemüller. Jan Luke eröffnete vor zwei Jahren eine Atelier-­Kooperative in den benachbarten Räumen.

Insgesamt sechs weitere Künstlerinnen und Künstler­ waren am Wochenende mit Werken beteiligt: Sigrun Bennemann (Malerei und Digitalkunst), Renate Brühl (Malerei und Graphik), Alina Fountain, Waleed Nezamy und Andreas Rück (alle Malerei). Rupert Eichler und Volker Kusterer kamen als Gastkünstler hinzu, Martin Blankenhagen präsentierte eine Performance auf dem Gelände am Schwanhof.

Besucher experimentieren selbst

Nicht nur der Kunst sollte Raum gegeben werden, sondern auch Ideen und Begegnungen. Das Ziel war es unter anderem, „künstlerische Auseinandersetzungen zu fördern und das Publikum zu erreichen und zu berühren“, wie es die Veranstalter formulieren. „Großartig, was hier entstanden ist“, kommentierte ein Besucher die Entwicklung der Ateliers im historischen Fachwerkensemble.

Passend zum Motto „Metamorphosen“ konnten die Besucher auch selbst experimentieren und mitmachen. Cornelia Altemüller bot zum Thema „Re-Forming Luther“ eine Recycle-Mitmachaktion an und zu „Drink and Draw“ konnten sich Besucher im Zeichnen am Modell üben. Musik gab es von Pit Uferstein aus Frankfurt, Martin Blankenhagen sowie Franziska Knetsch zusammen mit Michal Bandac und Eric Sacher.

von Nadja Schwarzwäller

Anzeige