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Marburg Kreis bereitet „LiteraturPARKours“ vor
Marburg Kreis bereitet „LiteraturPARKours“ vor
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21:12 02.07.2010
Christa Werner (von links), Karl-Heinrich Naumann, Günter Wirtz, Dr. Markus Morr, Gerhard Hauptmeier, Marco Müller, Andreas Hutt, Hermine Geißler und Kurt Schmidt. Quelle: Christine Krauskopf

Marburg. Am Mittwoch stellten einige der Akteure das Projekt vor, das schon zweimal die Autoren von der meist recht einsamen Arbeit am Schreibtisch weg in die Öffentlichkeit lockte. Nach dem Schlosspark Rauischholzhausen und dem Gelände der Waggonhalle wurde nun der Neue Botanische Garten auf den Lahnbergen, über den derzeit so viel diskutiert wird, auserkoren.

„Der LiteraturPARKours zeigt, dass dies ein begehrter Ort ist“, betonte Dr. Markus Morr, Pressesprecher des Landrats. Wer noch nicht hier war, kann die Gelegenheit nutzen, sich umzuschauen und wird sich wundern.
Traumhafte Bedingungen für Bücherfreunde bietet der Garten schon an sich: Bänke in sattem Grün, schattige Plätzchen unter hohen Bäumen und zwischen exotischen Pflanzen und dazu eine herrliche Ruhe. Für den LiteraturPARKours werden drei Zelte aufgestellt, in denen heimische Autoren von etwa 11 bis 17.30 Uhr nonstop aus ihren Texten und Büchern vorlesen sowie Gedichte vortragen. In einem Zelt werden Kinder Märchen lauschen können. Auch bekommen Lese-Vereine die Gelegenheit, ihre Art des Umgangs mit der Literatur vorzustellen.

Angemeldet haben sich zwölf freie Autoren, der Marburger Autorenkreis, die Schreibwerkstatt Marburg, die Schreibwerkstatt Theater GegenStand sowie die Lesebühne Poetry Slam. Ergänzt wird das Literatur-Programm mit einem Stelzenläufer, mit der Pantomimin Uschi Hartnack und mit Improvisationstheater, bei dem es gilt, Buchtitel darzustellen. Mutige Besucher dürfen an „Speaker‘s Corner“ große und kleine Reden schwingen. Dazu gibt‘s südamerikanische und schottische Harfenmusik von Christa Werner. Sie freut sich auf die „wunderbare Verbindung von Musik und Literatur“.

Das möchte auch Gerhard Hauptmeier vom Marburger Autorenkreis. Seit 40 Jahren treffen sich die Autoren einmal im Monat drei Stunden lang. Nach je zwei Textvorträgen wird diskutiert und konstruktiv kritisiert, berichtet Günter Wirtz. Der Autorenkreis habe schon mehrere Jahrbücher und einen Lyrik- und Prosa-Band erstellt. Die etwa 20 Mitglieder kommen zum Teil aus Kassel und Gießen. Auch die Schreibwerkstatt Theater GegenStand trifft sich einmal pro Monat. Es geht um Selbsterfahrung und darum, mit seinen Texten an die Öffentlichkeit zu gehen, berichtet Andreas Hutt. Man versuche stets, die Qualität der Texte zu verbessern.

von Christine Krauskopf

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