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Konzertverein verspricht Sternstunden

Vorschau Saison 2012/2013 Konzertverein verspricht Sternstunden

Für die letzte Spielzeit vor dem Stadthallen-Umbau hat der Konzertverein ungewöhnlich viele und durchweg hochkarätige Interpreten verpflichtet, die erstmals in Marburg zu hören sein werden.

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Das „delian::quartett“ will im April an sein umjubeltes Marburg-Debüt vor vier Jahren anknüpfen. Miriam Nemcova ist beim Konzertverein die erste Frau am Dirigentenpult.Foto: Veranstalter

Marburg. In seinen zehn Abonnementskonzerten der Spielzeit 2012/2013 setzt der Konzertverein nicht nur auf eine Reihe von Marburg-Debüts. Er hat auch wieder Musiker verpflichtet, die beim Marburger Publikum in guter Erinnerung sind. Das gilt vor allem für die fünf Orchesterkonzerte. Dort gibt es nur eine Neuverpflichtung: Das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig wird am 20. April unter anderem mit Werken seines Namensgebers die vorläufig letzte Spielzeit in der Marburger Stadthalle beenden.

Alle anderen Orchester sind dort bereits teilweise mehrfach gefeiert worden - etwa das Georgische Kammerorchester Ingolstadt, das am 28. Oktober die Saison eröffnet und damit seit 1984 zum fünften Mal nach Marburg kommt. Als Solistin ist die 25 Jahre alte chinesische Geigerin Tiana Yang zu erleben, die weltweit als Virtuosin gefeiert wird, sich aber auf der Stadthallenbühne auf die intime Geigenkunst Wolfgang Amadeus Mozarts einlässt.

Das inzwischen dritte Marburg-Gastspiel der Nordböhmischen Philharmonie Teplice bietet zwei Besonderheiten: Zum einen steht mit Miriam Nemcova erstmals beim Konzertverein eine Frau am Dirigentenpult, zum anderen gibt es die Erstaufführung eines spätromantischen Meisterwerks - der tschechisch-schwedische Meistercellist Mikael Ericsson wird Edward Elgars wundervolles e-Moll-Konzert spielen.

Kongenialer Mozart-Spieler Ian Brown kommt wieder

Der einem Millionenpublikum durch seinen „Pomp-and-Circumstance“-Marsch aus der „Last night of the Proms“ bekannte britische Komponist hat auch Kammermusik geschrieben: Seine e-Moll-Streicherserenade eröffnet das Gastspiel des Stuttgarter Kammerorchesters, das mit einem weiteren beim Konzertverein noch nie gespielten Werk ausklingt - der hinreißenden Es-Dur-Serenade des Dvorák-Schwiegersohns Josef Suk. Geleitet wird der Abend vom Pianisten Ian Brown, der sich erneut als kongenialer Mozart-Spieler beweisen will - mit dem C-Dur-Konzert KV 415.

Beim Wiederhören mit der Cappella Istropolitana werden außerordentlich feine Töne erklingen. Denn mit Friedemann Wuttke wird sich einer der besten klassischen Gitarristen dem Marburger Publikum vorstellen. Friedemann Wuttke spielt Bearbeitungen von Werken Antonio Vivaldis und Joseph Haydns.

Die Reihe der Kammerkonzerte eröffnet ein Liederabend mit dem Frankfurter Operngängern bekannten Tenor Daniel Behle, der derzeit eine kometenhafte Karriere macht. So wird er in einem Atemzug mit dem legendären Fritz Wunderlich genannt - für seine CD-Interpretation des Tamino in Mozarts „Zauberflöte“ unter der Leitung des Alte-Musik-Spezialisten René Jacobs. In der Stadthalle interpretiert er Franz Schuberts Zyklus „Die schöne Müllerin“, die er mit dem norwegischen Pianisten Sveiung Bjelland auch auf CD verewigt hat.

Ein seit 1994 lang ersehntes Wiederhören mit den fünf Bläsern des „Ma‘alot Quintetts“ gibt es genauso wie mit dem vor vier Jahren bei seinem Marburg-Debüt mit Beifall überschütteten „delian::quartett“. Musikalische Sternstunden verheißen auch das erstmals in Marburg auftretende Wiener Klaviertrio sowie das Klarinetten-Klavier-Duo Sebastian und Wolfgang Manz. Sohn und Vater werden gemeinsam in romantischen und impressionistischen Klängen schwelgen.

von Michael Arndt

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