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Konzertchor singt Verdis „Requiem“

19. Juni in St. Peter und Paul Konzertchor singt Verdis „Requiem“

Giuseppe Verdis „Requiem“ ist eines der herausragenden Werke der Musikgeschichte, geschrieben für einen großen Chor, für Solisten und ein Orchester.

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Das Foto zeigt die Sängerinnen und Sänger von drei großen Chören bei den Proben zu Verdis „Requiem“ im Bad Hersfelder Johann-Sebastian-Bach-Haus.Privatfoto

Quelle: Picasa

Marburg. Der Kritiker-Papst Joachim Kaiser, für klassische Musik ist er das, was Marcel Reich-Ranicki für die Literatur ist, hat Verdis Meisterwerk in seinem „Partiturgeflüster“ als die „großartigste Requiem-Vertonung der Musikgeschichte bezeichnet“. Die „Schreckensoper über den Tod, über Angst und Hoffnung der Menschheit“ sei Verdis „inspiriertestes, glühendstes Werk“.

Dieses Werk hat sich Professor Siegfried Heinrich mit seinen großen Chören vorgenommen. Er leitet zugleich den Marburger Konzertchor, den Frankfurter Konzertchor und den Bad Hersfelder Festspielchor. Mitglieder aller drei Chöre sind an der Aufführung am Dienstag, 19. Juni, ab 20 Uhr in der Kirche St. Peter und Paul beteiligt.

Neben Chorproben an den jeweiligen Standorten hatte Heinrich die Mitwirkenden zu einem gemeinsamen Probenwochenende ins Bad Hersfelder Johann-Sebastian-Bach-Haus gebeten.

Zwei Tage lang wurde die „Oper im Kirchengewande“ intensiv geprobt. Es verlangt eine große Besetzung, sowohl im Chor als auch im Orchester. Allein acht Trompeten werden für den Ruf zum jüngsten Gericht im Tuba Mirum aus der Sequenz „Dies Irae“ benötigt. Wegen dieser Form der großen Besetzung sind viele Chöre und Orchester heute aus finanziellen Gründen nicht mehr in der Lage dieses Werk aufzuführen, daher ist es nur selten zu hören.

Die besondere Aufmerksamkeit richtete sich auf die speziellen Ansprüche, die das Werk an den großen Chor stellt. Das Sanctus beispielsweise wurde von Verdi als Doppelchor komponiert, es verlangt also zwei vierstimmige Chöre. Dynamisch sind im Requiem alle Facetten vom äußersten Pianissimo bis zum stärksten Fortissimo zu bewältigen.

Karten von 8 bis 25 Euro gibt es im Vorverkauf bei der Tourist-Information, Pilgrimstein 26; Telefon 06421/ 99120 und im Musikhaus am Biegen, Biegenstraße 20, Telefon 06421 / 6 37 03.

von Uwe Badouin

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