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Koch: "Fairer Kompromiss für Ärzte am UKGM"

Einigung in den Tarifverhandlungen Koch: "Fairer Kompromiss für Ärzte am UKGM"

Nach fünf Verhandlungsrunden hat die Hessische Landesregierung am gestrigen Montagabend (19. Februar) eine Einigung mit der Ärztegewerkschaft Marburger Bund für die Ärzte am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) erzielt.

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Nach fünf Verhandlungstagen wurde eine Einigung mit der Ärztegewerkschaft Marburger Bund für die Ärzte am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) erzielt.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Der Staatssekretär im Hessischen Innenministerium Werner Koch erklärte als Verhandlungsführer für das Land: „Wir haben einen fairen Kompromiss gefunden und sind mit dem Ergebnis zufrieden. Die Einigung trägt sowohl den Interessen der Klinikärzte als auch jenen der Universitätsklinika in Hessen und des Landes Rechnung“.

Aufgrund der Tarifeinigung wird das Gehalt der rund 1 300 Ärzte des UKGM

  • ab dem 1. Januar 2018 um 2,3 Prozent,
  • ab 1. Juni 2018 um zwei Prozent, und
  • ab 1. Januar 2019 nochmals um ein Prozent erhöht.

Außerdem erhalten die Ärzte des UKGM eine Einmalzahlung je nach Entgeltgruppe zwischen 642 und 1 273 Euro. Die Laufzeit beträgt 27 Monate bis zum 30. September 2019. Daneben wurden auch die Nachtarbeitszuschläge sowie der Zuschlag für die Zeit des Bereitschaftsdienstes an Sonntagen erhöht.

Andreas Wagner, Verhandlungsführer der Gewerkschaft, betonte, man habe eine „angemessene Erhöhung der Grundgehälter“ und einen guten Zuschlag für die Nacht- und Sonntagsdienste erzielen können. „Zudem wollen wir über eine nun einzurichtende Clearingstelle erreichen, dass Gesundheitsschutz, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Rahmenbedingungen bei Forschung und Lehre verbessert werden“, so Wagner.

Wie alle anderen Landesbeschäftigten werden auch die Ärzte des UKGM vom LandesTicket Hessen profitieren. Es gilt zu jeder Tag- und Nachtzeit für ganz Hessen für den Nah- und Regionalverkehr und schließt die üblichen Mitnahmeregeln ein. So dürfen also beispielsweise Partner ab 19 Uhr unter der Woche sowie am gesamten Wochenende kostenlos mitgenommen werden und Kinder können immer kostenfrei mitfahren.

Damit kommen auch die Ärzte in den Genuss dieser bundesweit einmaligen Fahrtberechtigung. „Mit diesem Angebot erhöhen wir weiter die Attraktivität des Landesdienstes für Ärzte sowie für künftige Beschäftigte. Gleichzeitig leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz“, erläuterte der Innenstaatssekretär.

Die Verhandlungen standen unter der Leitung von Staatssekretär Werner Koch als Vertreter der Landesregierung, da die betroffenen Ärzte Beschäftigte des Landes Hessen sind. Außerdem waren auf der Arbeitgeberseite die Verantwortlichen der RHÖN-KLINIKUM AG und des Universitätsklinikums Gießen und Marburg, Dr. Gunther K. Weiß (Vorsitzender der Geschäftsführung) und des Universitätsklinikums Frankfurt am Main, Prof. Dr. Jürgen Graf (Ärztlicher Direktor), beteiligt.

Schließlich verhandelten auch die Vertreter der Stiftungsuniversität Frankfurt und des Universitätsklinikums Frankfurt mit und schlossen sich für die Ärzte am Uniklinikum Frankfurt der Tarifeinigung an.

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