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Marburg Knackige Bademeister am Traumstrand
Marburg Knackige Bademeister am Traumstrand
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16:17 01.06.2017
Kelly Rohrbach (von links), Alexandra Daddario, Ilfenesh Hadera, Dwayne Johnson, Zac Efron und Jon Bass sind das neue „Baywatch“-Team. Quelle: Paramount Pictures
Marburg

Es ist ein legendärer Fernsehvorspann der 90er-Jahre: In Zeitlupe laufen David Hasselhoff und Pamela Anderson über den Strand. Er mit roter Badehose, sie im deutlich knapperen Badeanzug. Dazu ertönt die Ohrwurm-Melodie von „I‘m Always Here“. Viel mehr passiert nicht und auch in der Serie selbst waren die Geschichten oft eher nebensächlich. Trotzdem machte „Baywatch“ Hasselhoff und vor allem Anderson international berühmt. Dennoch dauerte es nach dem Ende der Serie 16 Jahre, bis „Baywatch“ nun im Kino wieder­belebt wird.

Anderson ist mittlerweile 49 Jahre alt und Hasselhoff sogar 64 – damit sind die beiden für Hollywood deutlich zu alt, um auch jetzt wieder in ihre Badeoutfits zu schlüpfen. Das übernimmt eine neue Generation: Dwayne Johnson ist zwar auch „schon“ 45, damit aber auch der älteste in der Crew. Er gibt den erfahrenen Chef am Strand von Malibu, der ansonsten deutlich jüngere Rettungsschwimmer um sich herum hat, darunter Alexandra Daddario, Kelly Rohrbach und vor allem Zac Efron.

Nach einem selbstironischen Auftakt stellt Regisseur Seth Gordon („Kill the Boss“) kurz die neuen Gesichter vor und legt ihre Rollen fest. Der Wichtigste ist dabei Mitch Buchannon (Johnson), für den der Job mehr als nur ein Job ist. Immerhin seien sie nicht nur dafür da, um Menschen vor dem Ertrinken zu retten, sondern auch sonst für Recht und Ordnung am Strand zu sorgen.

Markige Sprüche, coole Bässe

Dann setzt auch schon die eigentliche Geschichte ein, die allerdings dünner ist als Pamela Andersons Taille: Als Mitch ein Tütchen mit Drogen findet beginnt er mit den Nachforschungen. Schnell fällt der Verdacht auf die zickige Investorin (Priyanka Chopra), die mit ihren bulligen Bodyguards ihre kriminellen Ziele durchsetzen will. Weil die Polizei den Rettungsschwimmern nicht glaubt, übernehmen diese selbst die Ermittlungen.

Gespickt ist das Ganze mit markigen Sprüchen und unterlegt von coolen Bässen. Doch auch die helfen nicht, die Story über zwei Stunden zu tragen. Deswegen bekommt Zac Efron als rebellischer Neuzugang die meiste Aufmerksamkeit neben Johnson. Efron muss nun den Part von Pamela Anderson übernehmen, die in der Fernseh­serie ihren Körper ausgiebigst zur Schau stellen durfte. Die Frauen bleiben nämlich ziemlich blass, nur Kelly Rohrbach wird zumindest ansatzweise zur sexy Ikone stilisiert. Stattdessen bekommt Zac Efron unzählige Filmminuten mit freiem Oberkörper.

Als kleine Reminiszenz an die Serie haben gegen Ende dann noch Anderson und Hasselhoff kurze Gastauftritte, doch auch sie können die Wiederbelebung von „Baywatch“ nicht retten.

von Aliki Nassoufis

Baywatch erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-
Premiere im Cineplex das Prädikat: sehenswert mit der Note 3,36 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Für Fans ein Muss!“
Eva Löffler (30) aus Marburg

„Witziger Film mit viel Humor.“
Janina Wörmann (21) aus Marburg

„Frech und cool. Sommerspaß – nicht zu ernst.“
Katja Kleintges (36) aus Kirtorf

„Hält, was der Trailer verspricht. Nackte Haut und altes Baywatch-Feeling.“
Johanna Gockel (24) aus Marburg

„Genau was ich erwartet habe, etwas trashig, aber trashig super gut.“
Niclas Hohmann (24) aus Marburg

„Die Gags zünden und der Film enttäuscht nicht.“
Nikolai Kliner (21) aus Hatzfeld

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Selina Kaletsch aus Weimar, Vera Löffler aus Cölbe, Janina Wörmann aus Marburg, Nujin Altay aus Lohra und Alina Van Laethem aus Marburg. Die Karten werden zugeschickt.

Die OP-Hitparade:
1. Sully (3,71)
2. Guardians of the Galaxy 2 (3,69)
12. Baywatch (3,36)
45. A Cure für Wellness (2,67)