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Kluges und Sinnfreies von jungen Dichtern

Poetry Slam Kluges und Sinnfreies von jungen Dichtern

Drei Poetry-Slam-Teams pendelten am Freitagabend in ihrer Show im Theater am Schwanhof (Tasch) zwischen gefühlvoll schönen Reimen, purer Blödelei und so gescheit wie brüllend komisch formulierten Wahrheiten.

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Die jungen Poeten von „World Alert“ im Tasch.

Marburg. Das Tasch war mit fast ausschließlich jungem, wohl studentischem, gut gelaunten Publikum brechend voll besetzt, eigentlich schade, denn was die Jungs auf der Bühne zu sagen, zu singen und rappen hatten, hätte auch älteren Zuschauern viel Spaß gemacht. Mit Betrachtungen über die Zahl „Sieben“ und einer dazu gehörigen Geschichte sieben siebenarmigen Kreiselbrüdern aus Siegen galoppierte das Leipziger Duo „Totale Zerstörung“ sprachlich ausgefeilt vom misslungenen Auftritt unter der Zirkuskuppel bis zum Dr. Sommer-Bravo-Team.

Von totaler Zerstörungswut keine Spur, Julius Fischer und André Herrmann hielten sich rührend brav wie Erstklässler an den Händen. Feines Kopfkino ließen Ken Yamamoto, Dalibor und Telhaim vom Team „World Alert“ ablaufen: Wispern, träumen, Wecker-Klingeln, Worte, Klänge, Rasierschaum, Beatboxen – sie zappen sich in den Schlaf und wieder zurück, garnieren ihre sinnfreien, aber durchrhythmisierten Texte mit philosophischen Analysen und überraschenden Bildern: Die Erde ist eine Scheibe, „beim Durchblicken sehe ich Schaufensterpuppen“. Klare Aussage, die Welt ist eine Illusion – oder auch nicht.

In der Jugendherberge Marburg findet am Dienstag ab 19:30 Uhr ein „Slam Poetry Dinner“ mit Lars Ruppel, Felix Römer, Elena Lörscheid und Etta Streicher statt. Bitte anmelden!

von Christine Krauskopf

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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