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Marburg Kluftinger jagt einen Serienmörder
Marburg Kluftinger jagt einen Serienmörder
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18:02 28.02.2013
Marburg

Dramatisch geht es zu im mittlerweile siebten Roman des Duos Volker Klüpfel und Michael Kobr. Ihr Serienheld Kommissar Kluftinger kann gerade auf einer Pressekonferenz bekanntgeben, dass der Mörder eines Taxifahrers gefasst wurde, als sein Handy klingelt. Technisch unbedarft, wie er nun einmal ist, zeichnet er versehentlich das Gespräch auf. Das erweist sich als Glücksfall, denn Kluftinger ist überzeugt, dass er gerade Ohrenzeuge eines Mordes geworden ist.

Kluftinger vertraut wie immer auf seine Instinkte und setzt eine große Suche in Gang. Und er wird belohnt. Mit seiner einzigartigen Kombinationsgabe findet er einen blutbesudelten Tatort und eine grässlich verstümmelte Leiche, der das Herz herausgeschnitten wurde. So einen Fall hatten er und sein Team noch nie zu lösen. „Die Tat hatte offensichtlich bei allen Spuren hinterlassen. Nicht nur wegen ihrer unfassbaren Brutalität. Kluftinger hatte das Gefühl, dass hier eine Grenze überschritten worden war.“

Und es kommt noch schlimmer. Zwei weitere Leichen ohne Herz werden gefunden, und es gibt Hinweise, dass ein Serienmörder im Allgäu unterwegs ist und noch weitere Taten plant.

Kluftiger arbeitet wie besessen an dem Fall und macht auch kleine Fortschritte. Diese werden aber von einem neuen Problem in den Schatten gestellt. Er leidet seit geraumer Zeit unter Stichen in der Brust, und ein Arztbesuch samt mitgehörtem Telefonat des Arztes überzeugt ihn, dass ein Herzinfarkt nahe ist. Er bemüht sich, sein Leben zu ändern, gesünder zu essen und positiver zu denken. Aber er denkt auch an ein Testament.

Das Unverständnis für Kluftingers neuen Lebenswandel ist die Hauptquelle für Komik im Roman. Waren die letzten beiden Romane „Rauhnacht“ und „Schutzpatron“ eher Krimikomödien, haben sich Klüpfel und Kobr wieder auf Kommissar Kluftingers Ursprünge besonnen und einen sehr spannenden Kriminalroman geschrieben. Und natürlich ist es am Ende Kommissar Kluftinger höchstpersönlich, der den entscheidenden Geistesblitz hat: „Er blickte auf eine Kausalkette. Alle diese Morde hatten ein und denselben Ursprung, und jeder Mord bedingte den anderen.“

In einer rasanten Verfolgungsjagd, in der Kluftinger an seine Grenzen geht und in akute Lebensgefahr gerät, erreicht „Herzblut“ eine Dramatik wie noch kein Kluftinger-Krimi zuvor. Aber auch hier zeigt sich wieder die besondere Kluftinger-Qualität. Wie er die Täter überführt und mit welchen Mitteln er sie letztlich dingfest macht, ist schon einzigartig. Mit „Herzblut“ ist Volker Klüpfel und Michael Kobr ein Volltreffer gelungen.

Volker Klüpfel/Michael Kobr: „Herzblut“, Droemer Verlag, 394 Seiten, 19,99 Euro.

von Axel Knönagel

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