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Klezmerklänge treffen auf Jazz

Giora Feidman Klezmerklänge treffen auf Jazz

Er ist unermüdlich unterwegs mit seiner Klarinette und seiner musikalischen Botschaft. Jetzt nähert sich Giora Feidman dem Jazz an.

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Bei seinem neuen Programm tritt Giora Feidman (rechts) mit bekannten Jazzmusikern auf: (von links) Stephan Brauch, Guido Jäger und Reentko Dirks. Foto: privat)

Marburg. Es ist ein Zeichen wahrer Meisterschaft, wenn es gelingt, sich immer wieder neu zu erfinden. Giora Feidman ist seit Jahrzehnten regelmäßig auf Tour und besucht auch immer wieder Marburg. Immer wieder ist er für eine Überraschung gut. Sein neues Programm ist eine spannungsreiche Mischung aus Jazz und Klezmer, gespielt von virtuosen Instrumentalisten. Am Donnerstag, 9. Januar, ist das in der Elisabethkirche zu erleben. Beginn ist um 20 Uhr.

Der 76-jährige Musiker ist in den großen Konzerthallen der Welt ebenso zu Hause wie in kleinen Sälen und immer wieder auch in Kirchen. Jetzt hat der einst aus Argentinien nach Israel ausgewanderte Feidman ein Programm zusammengestellt, bei dem schon der Titel neugierig macht. Was ist „Jazzmer“? Was kommt dabei heraus, wenn ein erfahrener Orchestermusiker, der die jiddische Volksmusik salonfähig gemacht hat, auf einmal mit dem Jazz flirtet?

Dabei sind die Begriffe „Klezmer“ und „Jazz“ lediglich Eckpunkte. Auch die Klezmer-Musik ist voller Swing, und im Jazz steckt ebenfalls das ganze Kaleidoskop von Emotionen, die im Klezmer mitschwingen.

In Feidmans neuem Programm gibt es Latin, Jazzwaltz, klassische Jazz-Balladen, Uptempo Swing und Swing im Stil von Django Reinhardt, alles ist durchsetzt von der trotz aller Melancholie lebensbejahenden Musik der osteuropäischen Juden mit ihren typischen, mal weinenden, mal lachenden Klarinettenphrasen.

Zur Giora Feidman Jazz Experience gehören drei improvisationsfreudige Mitmusiker: Sie sind ebenfalls Meister ihres Fachs und bringen umfassende Bühnen- und Studioerfahrung ein.

Stephan Braun (Cello) zeigt, dass man auch auf diesem „klassischen“ Instrument grandios improvisieren kann. Er ist einer der wenigen Cellisten, die Jazz studiert haben, sein Violoncello gibt den Stücken den richtigen Groove.

Reentko Dirks (Gitarre) ist einer der wenigen Gitarristen, die sowohl im klassischen als auch im Pop- und Worldmusic-Bereich gefragt sind. Sein Sound zeichnet sich durch unorthodoxe, selbst entwickelte percussionartige Spieltechniken aus. Für ihn liegt die Idee des Jazz im Wechselspiel von komponierten Themen, Improvisation und spontaner Interaktion: „Als wir anfingen, im Jazz-Repertoire nach Literatur zu stöbern, die uns gefällt, merkten wir, dass es zwischen Klezmer und Jazz mehr Berührungspunkte gibt, als wir annahmen.“

Guido Jäger (Kontrabass), der auch in anderen jazzverwandten Formationen auf der Bühne steht, ist für Feidman-Fans ein alter Bekannter. Er ist auf nahezu jeder Tournee dabei und verleiht den unterschiedlichen Programmen mit seinem Bass zusätzliche Spannung und Tiefe.

Für Giora Feidman, einen Bewunderer von Benny Goodman, Duke Ellington, Glenn Miller und Louis Armstrong, ist neben dem Klezmer ganz klar der Jazz gemeinsamer Nenner seines neuen Programms. Für ihn wird mit diesem musikalischen Experiment ein lange gehegter Traum wahr, denn die alten Jazzer haben seinen Stil mitgeprägt, sagt er: „Ja, ich wollte Jazz aufnehmen, Jazz, wie ich ihn fühle, einen spirituellen Jazz.“

Die OP verlost fünfmal zwei Karten

Die OP verlost fünfmal je zwei Karten für das Konzert in der Marburger Elisabethkirche. Wer gewinnen möchte, sendet bis zum 30. Dezember eine Mail mit dem Stichwort „Jazzmer“ an kultur@op-marburg.de.

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