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Marburg Kleine Kunst ganz groß
Marburg Kleine Kunst ganz groß
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17:50 24.04.2012
Viel Artistik gibt es für Kinder mit „Ölga und das Schlossgespenst“ im Rahmenprogramm des Frühlings-Varietés.Foto: Waggonhalle Quelle: JOERG PUCHMUELLER
Marburg

Als Horst Lohr alias Zauberer Juno und Waggonhallen-Geschäftsführer Matze Schmidt im Januar 1998 das ZAC-Varieté aus der Taufe hoben, waren sie noch ganz vorsichtig: Drei Abende hatten sie eingeplant.

14 Jahre später haben Horst Lohr und Matze Schmidt das Varieté in Marburg fest etabliert. Inzwischen steht nach Lohrs Zählung die 25. Varieté-Show an. Gespielt wird zwei Wochen lang fast jeden Abend. Das Programm hat wieder Lohr zusammengestellt, der alle Künstler persönlich kennt. Anders wäre das Varieté in Marburg nicht möglich, schon gar nicht zu den Eintrittspreisen, die deutlich unter denen der großen deutschen Varietéhäuser liegen.

Zu sehen sind fünf Künstler: Maxim Krieger zeigt schwindelerregende und sehr gefährliche Rola-Rola-Artistik. Er turnt auf äußerst wackligen Gebilden aus Rollen.

Peter Weyel ist der Komiker der Show. Sein „Handwerk“ hat der in Gießen geborene Künstler auf Europas Straßen gelernt - inzwischen erobert er mit seiner skurrilen Show die Kleinkunstbühnen.

Sebastian Nicolas ist ein Zauberer, „ein Manipulator“, sagt Kollege Lohr. Abgeleitet ist der Begriff vom lateinischen Manus für Hand. Nicolas ist also ein Handzauberer und ein „Publikumsliebling“, betont Lohr.

Antje Pode kehrt nach vielen Jahren mit ihrer Antipoden-Jonglage in die Waggonhalle zurück. Auf dem Rücken liegend hält sie mit ihren Füßen alle möglichen Gegenstände in der Luft. Zudem zeigt sie Vertikalseilartistik.

Monsieur Jeton ist der Fünfte im Bunde - auch ein Jongleur, aber ein Gentleman-Jongleur. Letzteres ist eine eigene Jonglagegattung, die Monsieur Jeton vor dem Verschwinden rettet. Er gräbt in Archiven alte Kunststücke aus und belebt sie neu. In seiner Kunst gehöre er zur Weltspitze, schrieb die italienische „La Stampa“: „Sie haben vielleicht schon viele Jongleure gesehen, aber keinen wie Jeton!“

Begleitet wird das Frühlingsvarieté von einem Rahmenprogramm:

An den Sonntagen 6. und 13. Mai ist jeweils ab 15 Uhr das Varieté-Theater „Ölga und das Schlossgespenst“ zu sehen, das sich an Kinder ab 4 Jahren und ihre Familien richtet.

Die Theaterkomödianten Wolf & Bleuel zeigen am Dienstag, 8. Mai, ab 20 Uhr ihr neues Programm „Zuckerscharf“ - geboten wird geordnetes Chaos.

Peter Weyel zeigt am 14. Mai sein Solo-Programm „Freude schenken“.

Premiere hat das Frühlings-Variete am Donnerstag, 3. Mai, um 20 Uhr. Weitere Aufführungen sind vom 4. bis 6. und 9. bis 13. Mai jeweils um 20 Uhr (sonntags um 18 Uhr) in der Waggonhalle zu sehen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.waggonhalle.de

von Uwe Badouin

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