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Marburg Klassische Tricks und moderne Kunst
Marburg Klassische Tricks und moderne Kunst
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18:51 15.08.2010
Dirk Scheffel, der „schnellste Xylophonspieler des Universums“. Quelle: Sonja Achenbach

Marburg. Es ist schon der elfte Marburger Varietésommer, der vergangenen Donnerstagabend in der Waggonhalle Marburg eröffnet wurde. Von mangelndem Interesse der Marburger war dabei nichts zu spüren. Die Künstler des Premierenabends freuten sich über einen vollbesetzten Zuschauerraum. Als Moderator führte Ulli Lohr durch den Abend. Er begnügte sich nicht mit der einfachen Moderatorenrolle, er war eine Attraktion an sich, der die einzelnen Künstler des Abends nicht nur in Thomas-Gottschalk-ähnlicher Manier vorstellte, sondern zwischen ihnen das Publikum auch mit eigenen Showeinlagen zu begeistern wusste.

Die Luftakrobatin Christiane König wurde von Ulli Lohr als „Absolventin der Berliner Artistenschule“ angekündigt. Sie zog das Publikum mit einer atemberaubenden Choreografie dicht unter der Decke der Waggonhalle in den Bann.
Im Anschluss an diesen Programmpunkt freute sich Ulli Lohr dann ganz besonders darauf, sein „Idol“, den Zauberkünstler Juno, auf der Bühne begrüßen zu dürfen. Mit eher klassischen Zaubertricks hatte er das Publikum schnell auf seiner Seite. Sein zweiter Auftritt an diesem Abend wurde dagegen eher zögerlich aufgenommen. Die „Mentalmagie“, oder auch Gedankenübertragung eines Wortes, das eine Person aus dem Publikum aus einem Buch auswählte, erinnerte wohl zu sehr an die „Uri-Geller-Show“.

Als nächstes sollte es hektisch werden auf der Bühne, denn der „schnellste Xylophonspieler des Universums“, Dirk Scheffel, wurde angekündigt. „Als Kind wurde er von seiner Mutter angewiesen, eine Tasse Kaffee zu trinken“, erklärte Lohr in der Ankündigung des Künstlers, mittlerweile scheine Scheffel sich ausschließlich von diesem Getränk zu ernähren. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten mit eher flachen Witzen gelang es dem liebenswert-tollpatschigen Clown aber schnell, das Publikum zu faszinieren und zum Mitmachen zu animieren.

von Sonja Achenbach

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie am Montag in der gedruckten OP.