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„Kinder wissen wenig über Tod und Sterben“

Buch geht Thema sensibel auf den Grund „Kinder wissen wenig über Tod und Sterben“

Die in Roßberg lebende und in Marburg arbeitende Erzieherin Susanna Maibaum hat ein Buch geschrieben, das Kindern erklärt, was es mit Sterben und Tod auf sich hat.

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Susanna Maibaum.Privatfoto

Roßberg. „Die Idee zu dem Buch kam mir, als ich mit meinen Kindern im Auto an einer roten Ampel stand und neben uns ein Bestattungswagen hielt“, berichtet Susanna Maibaum (kleines Foto). Die beiden sieben und neun Jahre alten Kinder wussten nicht, was das für ein Auto war, und fingen an zu fragen.

Da wurde der inzwischen dreifachen Mutter, die seit fünf Jahren im Landkreis lebt, bewusst, „dass Kinder überhaupt wenig wissen über den Tod, das Sterben und was mit den Verstorbenen bis zur Bestattung geschieht." Deshalb hat die 40-Jährige, die als Erzieherin im evangelischen Kindergarten in der Marburger Gerhart-Hauptmann-Straße arbeitet, ein 52-seitiges Büchlein im DIN-A5-Format geschrieben, das Kinder auf behutsame Weise über Sterben und Tod aufklärt.

Die Autorin erzählt unter dem Titel „Was passiert mit Hilde Mück?“ die Geschichte einer alten Frau, die nach einem erfüllten Leben eines Morgens stirbt. Was passiert nun bis zum Tag der Beerdigung? Diese Frage beantwortet Maibaum in einfühlsam-kindgerechtem Erzählton und geht dabei den unterschiedlichen Gefühlslagen der erwachsenen und vor allem kindlichen Angehörigen sensibel auf den Grund.

Mit dieser Erzählebene verbunden sind die stimmungsvoll-unaufdringlichen Illustrationen von Kirsten Vollmer. Das Buch hat aber noch eine zweite, sachliche Ebene: In acht Infokästen wird Kindern vermittelt, was es zum Beispiel mit der Totenstarre auf sich hat. Kinder gingen mit den Themen Tod und Beerdigung noch viel unbefangener um als Erwachsene, meint Maibaum. „Das Buch kann deshalb für Kinder und Erwachsene gleichermaßen von Nutzen sein, um miteinander ins Gespräch zu kommen und um trotz Befangenheit die Neugier der Kinder zu befriedigen.“

„Was passiert mit Hilde Mück?“ ist im Fachverlag des deutschen Bestattungsgewerbes erschienen. Es ist über den heimischen Bestatter oder beim Bundesverband deutscher Bestatter (www.bestatter.de) zu beziehen.

von Michael Arndt

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