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Marburg Kein Richtig oder Falsch, sondern Vertrauen
Marburg Kein Richtig oder Falsch, sondern Vertrauen
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16:12 24.06.2009
Kinder malten auf dem Marktplatz mit der Dozentin Randi Grundke (vorne) auf einer 20 Meter langen Leinwand – und Oberbürgermeister Egon Vaupel schaut zu. Quelle: Privatfoto

Marburg. Kleine Kinder malen sowieso gerne. Aber wenn sie dies in einer Gruppe von 20 tun sollen, wenn der Tischnachbar blöde Kommentare zum Werk abgibt, der Lehrer das Notenbuch zückt oder sich die Eltern vor Farbklecksen auf dem heimischen Teppichboden fürchten, vergeht dem Nachwuchs mitunter der Spaß an der Gestaltung.

Diese Entwicklung bekämpft die „KunstWerkStatt“ mit Kräften und seit dem ersten „öffentlichen Malkurs“ auf dem Marktplatz zu Zeiten des Marburger Kinder-Festivals „Ramba Zamba“.

Vor 25 Jahren malte Ursula Gottwald mit ein oder zwei recht großen Gruppen nach der Schule. Viele Kinder begleitete sie von der ersten Klasse bis zum Abitur mit aufeinander aufbauenden Kursen. Gerne las sie zur Einstimmung Geschichten vor. Viele Jahre wurde sie von Stephanie Bachmann als Dozentin und auch bei der Organisation unterstützt. Doch nicht zuletzt wegen der längeren Unterrichtszeiten und der vielen anderen Freizeitangebote bietet die „KunstWerkStatt“ heute eine breite Palette von Kursen – vom Malen über das Drucken und Fotografieren bis zum Schmieden.

In den kleinen Gruppen können die Kinder zur Ruhe kommen und werden gehört, sagt Maria Pohland, Vorsitzende der „KunstWerkStatt“. „Bei uns geht es locker zu“, sagt sie. Das Einhalten von Regeln stehe nicht im Vordergrund. „Es gibt kein Richtig oder Falsch, sondern Offenheit und Vertrauen“, ergänzt Schatzmeisterin Ulrike Spies.

von Christine Krauskopf

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Dienstagsausgabe der OP.