Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Marburg Kein Auftrag und keine Liebe
Marburg Kein Auftrag und keine Liebe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:01 12.11.2014
Koralnik (Benno Fürmann) muss lange auf seinen ersten Auftrag warten.Foto: Camino Filmverleih Quelle: MARTIN_VALENTIN_MENKE
Marburg

Sein Name ist nicht „Bond, James Bond“. Er ist auch nicht Jason Bourne. Dieser Geheimagent heißt Koralnik, schlicht Koralnik. Und er sieht aus wie ein überambitionierter Versicherungsvertreter. Damit kann man keinen Staat machen, und schon gar keinen ernsthaften Actionthriller. Auch wenn unter der Fassade eine Killermaschine steckt, die nur darauf wartet, im Auftrag der EU die Demokratie gegen Terroristen zu verteidigen. Doch dieser Auftrag kommt einfach nicht. Und so entwickelt sich die Komödie „Die Einsamkeit des Killers vor dem Schuss“ zu einer amüsanten Agentenfarce mit tragikomischen Momenten.

„Konzentration, Kontrolle und Präzision. Jedes kleinste Detail ist wichtig“, räsoniert Koralnik zu Beginn des Films. Und „Tarnung“, die sei auch lebensnotwendig in seinem Job. Benno Fürmann porträtiert diese Killermaschine im Wartestand sehr schön als verzweifelten, überehrgeizigen und in seiner Weltsicht beschränkten Einzelgänger. Seine Tage fristet er in seiner schwarzen Dienstlimousine Fast Food mampfend auf einem trostlosen Parkplatz. Der Frust über acht Jahre ohne Auftrag, acht Jahre voller Entbehrungen, ohne soziale Kontakte, geht so weit, dass er sogar seinen nervigen Nachbarn liquidieren will, nur um einmal einen Job zu erledigen.

Geordnetes Leben wird auf den Kopf gestellt

Doch dann passiert etwas - und wie so häufig im Leben, passiert alles auf einmal: Ein nicht so disziplinierter Kollege deponiert Drogen bei Koralnik, die undurchschaubare Rosa (Mavie Hörbiger) platzt per Autounfall in sein geordnetes Dasein und - endlich - der ersehnte Auftrag ist da. Das muss natürlich schief gehen.

Dieses Tohuwabohu wird teils in absurden Szenen, teils in traurig-witzigen Dialogen erzählt; immer schnell, nie langweilig, meist überzeichnet, aber nie peinlich. Die oberen Geheimdienstler erscheinen als lächerliche Wichtigtuer, die beschworene Terrorgefahr als reichlich konstruiert. Man darf Regisseur Florian Mischa Böder hier satirische Kritik an herrschenden Verhältnissen unterstellen - durchaus ein Qualitätsmerkmal für eine 80-minütige Offbeat-Komödie.

Der Film läuft im Capitol.

von Patrick T. Neumann

Marburg 100 Jahre Erster Weltkrieg - „Mit reinen Händen wiedergekommen"

Nicht einmal einen Monat nach dem Beginn des deutschen Überfalls auf Belgien waren „Marburger Jäger“ an Massakern im wallonischen Dinant beteiligt. Die Frage nach der Verantwortung für dieses Blutbad – und damit auch: nach den Befehlswegen – ist zuallererst an die militärischen Befehlshaber zu richten. Kommandeur des Kurhessischen Jäger-Bataillons Nr. 11 war Julius Alfred Maximilian Joseph Graf von Soden aus Marburg.

30.10.2014

Wissen Sie, was ein „Saitenniederhalter“ ist? Oder warum eine E-Gitarre zwar elektrisch, aber nicht elektrisch aufgeladen ist? Das erfährt man nicht, wenn man eine E-Gitarre kauft, das lernt man nur, wenn man sie selber baut.

07.10.2014

Die belgische Kleinstadt Dinant gedenkt ihrer Opfer im Jahr 1914 und kommt mit ihren Besuchern aus Marburg ins Gespräch.

20.08.2014
Anzeige