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Marburg Kalender zeigt, wo Dichter lebten
Marburg Kalender zeigt, wo Dichter lebten
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19:10 29.10.2013
Professorin Marita Metz-Becker (von links), Anton Lyubimov und Lyudmilla Lyubimova präsentieren den Kalender.Foto: Bader
Marburg

Zitate wie dieses von der großen Lyrikerin und Schriftstellerin Ina Seidel zieren die 24 Blätter eines literarischen Kalenders über Marburger Dichterhäuser, den der Verein Haus der Romantik herausgibt.

Der Kalender folgt der jüngst zu Ende gegangenen Ausstellung „Inspiration Marburg“, einem Lehrforschungsprojekt von Studentinnen des Instituts für europäische Ethnologie unter der Leitung von Professorin Marita Metz-Becker.

Angeregt durch die Collage von Anton Lyubimov, welche auch das Titelblatt ziert, zeigt der Kalender die Wohnhäuser, in denen berühmte Dichter und Schriftsteller in Marburg gelebt haben. Die Gestaltung der Kalenderseiten, die auch ein Porträt des jeweiligen Dichters zeigt, übernahm Lyudmila Lyubimova.

„Es ist eine Hommage an Marburg“, beschreibt Marita Metz-Becker den Kalender und betont die glückliche Lage Marburgs, das von Kriegsschäden weitgehend verschont blieb. So sind die originalen Häuser bis heute erhalten. Nur das Wohnhaus von Johanna Wyttenbach, der ersten Frau die in Marburg promovierte, konnte nicht ausfindig gemacht werden.

Zu den Fotos hat die Kulturwissenschaftlerin Marita Metz-Becker Zitate über die jeweiligen Personen oder von ihnen selbst entdeckt, die ihre Erinnerung zu Marburg beschreiben. Die gefundenen Beiträge zeugen von einer prägenden Erfahrung, die in Marburg gemacht wurden.

Unter den Schriftstellern befindet sich unter anderem Ernst Koch, der seinerzeit im Haus, Markt 13 wohnte. Sein Zitat „Göttingen hat eine Universität und Marburg ist eine, indem hier alles, vom Prorektor bis zum Stiefelwichser, zur Universität gehört“ ist bis heute oft in und über Marburg zu hören, wenn auch in abgewandelter Form.

Erhältlich ist der Kalender im örtlichen Buchhandel, sowie im Haus der Romantik für 9,80 Euro.

von Mareike Bader

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